Behelfsmäßiger Personalausweis aus Langensalza
   
 
Drei in Rot spitzbedachte gezinnte silberne Rundtürme, jeder dieser mit einem schräg gestellten Wappen belegt. Links auf Gold ein schwarzer Löwe, in der Mitte ein auf Blau siebenmal silbern-rot geteilter Löwe, rechts auf Gold zwei senkrecht laufende Pfähle in blau (Wappen seit 1387). 
Die Verleihung des Stadtsiegels erfolgte nachweislich 1356 durch eine Urkunde nach Vereinigung der Vorstädte Neustadt und Jacobstadt mit der Altstadt. Diesem zwei-Türme-Siegel, "an einem Torne ein Rad und an dem anderen einen Lewen", folgte 1387, nachdem die meinzische Herrschaft verzichtet hatte, wodurch das erzbischöfliche Rad entfiel und die Stadt unter landgräfliche Alleinherrschaft kam, das vorstehend blasionierte, noch heute gültige Wappen. Die drei Schilde, wohl mit Beziehung auf die drei Stadtviertel, zeigen den meißnischen und den thüringischen Löwen sowie die Landsberger Pfähle. 
Die Wappenschilder sind nach rechts geneigt, als Zeichen der Unterwürfigkeit.
  
  
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wurde erstmals ein Ort namens Salza - im lateinischen Text Salzaha - im Breviarium Sancti Lulli, dem Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld zur Zeit des Erzbischofs Lullus von Mainz († 786), urkundlich erwähnt. Das Kloster besaß im Ort zwei Hufen und zwei Höfe. 
Am 1. Juni 932 erfolgte die erste sichere urkundliche Erwähnung des Dorfes Salzaha (Langensalza) in der Urkunde über den Gütertausch zwischen dem deutschen König Heinrich I. und dem damaligen Abt des Klosters Hersfeld, Megingoz.  
Im Jahr 1070 stiftete Ludwig der Springer aus dem Geschlecht der Ludowinger die Liebfrauenkirche in Salza. Drei Jahre später wurde im Reichshof Homburg an der Unstrut eine Fürstenversammlung abgehalten. 
Im Rahmen des Sachsenkriegs Heinrichs IV. fand am 9. Juni 1075 die Schlacht bei Homburg und Nägelstedt an der Unstrut statt. Das königliche Heer siegte über das vereinte aufständische sächsisch-thüringische Heer. Der Halberstädter Bischof Burchard II., einer der Anführer der Aufständischen, wurde in der Homburg festgesetzt. 
1136 wurde die Stiftung des Benediktinerklosters Homburg erneuert. Kaiser Lothar III. bestimmte die Umwandlung des Nonnenklosters in ein Mönchskloster. Das Kloster gehörte zur Erzdiözese Mainz und wurde unter den Schutz von Papst Honorius gestellt. Im Jahr 1196 verliehen Bernhard III. von Sachsen (?) und Heinrich V., Pfalzgraf bei Rhein, dem Kloster Homburg die Kirche St. Stephan in Salza samt Patronat und Grundbesitz. 
Im staufisch-welfischen Thronstreit kam es 1212 zur Belagerung der Dryburg in Salza durch Kaiser Otto IV. Nach kurzem Widerstand gaben die Belagerten auf. Noch im selben Jahr soll der Kaiser dem Dorf das Stadtrecht verliehen haben. 
Die erste zuverlässige Nennung Salzas als Stadt („oppidum“) ist in einer Urkunde Werner von Eppsteins belegt. Der Erzbischof von Mainz verlängerte darin ein über die Stadt verhängtes Interdikt und untersagte den Bewohnern den Handel in Erfurt. 
Um 1300 wurde die Stadtmauer mit vier Eingangstoren fertiggestellt. Heute sind von der ältesten Stadtbefestigung noch vier Stadtmauertürme erhalten. 
1325 gründeten Günther IV. von Salza und seine Söhne das Weißfrauenkloster. 
Wegen eines Besitzstreites zwischen dem Landgrafen von Thüringen, Friedrich II., und dem Mainzer Erzbischof Heinrich von Virneburg (Thüringer Grafenkrieg) wurde die Stadt 1346 belagert und zerstört. 1356 schlossen sich Jacobstadt, Neustadt und Altstadt zusammen und bildeten einen gemeinsamen Rat. 
Es wurde eine Stadtmauer mit sieben Toren und mehr als dreißig Wachtürmen errichtet. Nach der sächsischen Erbteilung im Jahr 1485 gehörten Stadt und Amt Salza zum albertinischen Herzogtum Sachsen. 
Am 25. April 1525 begann ein Aufstand der Handwerker und Bauern im Zuge des Bauernkrieges. Die Aufständischen erzwangen zwölf Sitze im Stadtrat. 
1578 wurde die Stadt erstmals als „Langensalza“ urkundlich erwähnt. 
Die Pappenheimer plünderten und brandschatzten Langensalza 1632 im Zuge des Dreißigjährigen Krieges. 
Die Stadt lag an der 1700 eingerichteten Fahrpostroute Leipzig–Kassel im Rahmen der Fernpostlinie Moskau–Amsterdam. 
Ein verheerender Stadtbrand legte 1711 Teile der Altstadt in Schutt und Asche. 
Die nun im prachtvollen Barockstil an ihrer Stelle entstehenden Bürgerhäuser prägen noch heute das Bild der Stadt. 
1751 wurde das Friederikenschlösschen für die Herzoginwitwe Friederike von Sachsen-Weißenfels (1715–1775) errichtet. 
1811 wurden Schwefelquellen entdeckt. Schon im Folgejahr eröffnete das erste Schwefelbad im Badewäldchen. 
Nach dem Wiener Kongress kam Langensalza 1815 durch die Aufteilung Sachsens zu Preußen. 
Im Deutschen Krieg wurden am 27. Juni 1866 in der Schlacht bei Langensalza preußische Truppen aus Minden und Hamburg von der Armee des Königreichs Hannover geschlagen, welche gleichwohl zwei Tage später vor der überlegenen preußischen Armee kapitulierte. 
Im Juni 1938 wurde im Reinhardbrunner Hof eine antisemitische Hetzausstellung gezeigt, die einen propagandistischen Beitrag zu Verfolgung von Langensalzaer Juden gab. Ebenso wurden Sinti- und Roma-Familien verfolgt, von denen einige im KZ-Außenkommando Langensalza inhaftiert waren. Dort haben insgesamt etwa 1300 ausländische Frauen und Männer Zwangsarbeit verrichten müssen.  
Am 5. April 1945 wurde Langensalza durch amerikanische Truppen besetzt. 
Der Landrat des Kreises Langensalza
Diese Marke wurde im Erler Katalog „L“ der Municipal Ausgaben nicht gelistet!
   
Ausgestellt 1947 und verlängert in 1948
  
Der Landrat des Kreises Langensalza
Die obere Marke 0,25 RM in graurot ist im Erler Katalog „L“ der Municipal Ausgaben nicht gelistet!
   
Der Landrat des Kreises Langensalza
Die untere Marke 0,25 RM in dunkelgraurot ist im Erler Katalog „L“ der Municipal Ausgaben 
auch nicht gelistet!
   


 

Quellen: 
- Wikipedia 
- und der Beleg stammt diesmal aus dem Fiskal-Philatelistischen Fundus von Steffen Eckert, Leipzig



        

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