Fiskalphilatelie zum Anfassen, direkt aus dem Leben gegriffen!

 

Spesenquittung des Mathias Kiemb, Weingastgeb des Rhats", an die "Statt München Cammer" über Speisen und Getränke, welche die Begleitpersonen des Bürgermeisters Joseph Anton von Schönberg (gest. 1760) nach Ende der Fronleichnamsprozession am 5. Juni 1749 "hienach verzehrt haben". Einseitige Handschriften auf Stempelpapier gefertigt, dat. Juni 1749 

Blattgrösse 32 x 20 cm   

Vom Wirt eigenhändig quittiert "Mit danckh bezalt".

Mit hs. Vermerk der städtischen Rechnungskammer "zahlt den 14. Juni 1749. 

"Die acht Begleitpersonen zur "aussichrung" des Bürgermeisters waren beim "Umbgang in festo Corporis Christi die 4 Statt Söldtner, und zwey Bediente von den Statthaus, auch zwey Trompeter". 

 

Sie tranken nach der Prozession im Ratskeller "10 Maass Negger (=Neckar-Wein) et Esterch. (=Österreich-Wein) und 12 Maass Pier (=Bier) ". 

 

Schönes Beispiel für die bayerische Harmonie zwischen Frömmigkeit und Lebensfreude und bezahlt aus dem Stadtsäckel, ääähh Steuersäckel.

 

 



 


III. Kreuzer Stampff

 

  

 
Quelle: Stempelpapier Fundus Gunter Wagner Filderstadt, von wem denn sonst?

 

        

www.stempelpapier.de