Briefmarken als Kapitalanlage?

Wir, als geneigte Leser der Zeitschrift "Philatelie", sind ja so allerhand gewöhnt.

Was wir aber vor kurzem in der Oktober-Ausgabe lesen mußten, läßt uns allmählich den guten Glauben verlieren.

Da beklagt doch in einem dort abgedruckten offenen Brief ausgerechnet ein Vertreter 
der "Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte", 
daß ihre Vermögensanlage in Bundesschatzbriefen nur noch unter 2% Zinsen bringe. 

Und wir fragen uns fassungslos:

Wieso legt die Stiftung ihr Kapital nicht in Briefmarken an?

Jedes Einzelheft der Philatelie ist doch von vorne bis hinten ein Credo für die tollen Geldanlagen in Briefmarken!

Oder was hat das zu bedeuten.
Bringt die Briefmarke als "Aktie des Kleinen Mannes" etwa nicht mal mehr 2% Zinsen? Sind gar die Funktionäre etwa die einzigen, die noch am Briefmarkengeschäft verdienen?

Wenn das so ist, dann wird uns allmählich klar, wieso der "Philatelistentag" nur noch im 2-jährigen Rhythmus stattfinden kann.

Und wir können allen Briefmarken-Sammlern nur empfehlen:

Schaut doch mal zur Fiskal-Philatelie rüber - da ist noch Bewegung drin!

Vielleicht sollten wir ja zukünftig den Briefmarken-Philatelistentag 
abwechselnd mit einem Fiskal-Philatelistentag abhalten!

 

        

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