Der Stempelpapier- Impost aus Persien / Iran
   
   
Geschichte von Persien, des Iran
Der Name Iran kommt aus den westiranischen Dialekten der großen iranischen Sprachfamilie und bedeutet Land der Arier. Das ostiranische Äquivalent ist Aryana. Der Begriff Iran bezieht sich im eigentlichen Sinne auf eine viel größere Region, die die Gebiete der modernen Staaten Afghanistan, Tadschikistan, Irak, Aserbaidschan, Usbekistan, Turkmenistan und Teile Pakistans und der Türkei mit einschließt. Somit beinhaltet dieser Artikel zu einem großen Teil auch die Geschichte jener Staaten und Regionen. Die Geschichte des modernen Staates Iran beginnt genau genommen mit der Gründung Afghanistans im Osten Irans und dem Aufstieg der Zand-Dynastie im Westen. Die Bezeichnung Iran wird seit dem 21. März 1935 auch im Abendland für das alte Persien benutzt, während sie zuvor sowohl im Land selbst als auch außerhalb des europäisch-amerikanischen Sprachraumes stets das Land bezeichnete.
   

Frühe Hochkulturen (ca. 4.000 v. Chr. bis 550 v. Chr.)

Bereits in der Jungsteinzeit (Neolithikum) wurde das Land, das als Iran bezeichnet wird, besiedelt, bzw. es sind Siedlungsspuren nachweisbar. Im 4. Jahrtausend v. Chr. gab es eine erste Wanderbewegung von Indogermanen, die zusammen mit den Indern die Bezeichnung Arier (ariyanam) haben. Die Herkunft dieser Arier ist umstritten, man ist sich aber darüber einig, dass sie aus dem Norden stammen. Bereits gegen Ende des 4. Jahrtausend v. Chr. kann von einer städtischen Zivilisation gesprochen werden, die sich aus der Ackerbau betreibenden, sesshaften Bevölkerung entwickelte.
   

Reich Elam (2.800 v. Chr. bis 569 v. Chr.)

Das erste Reich auf iranischem Boden ist das Reich Elam, das heutige Gebiet um Chusistan (Khuzestan), das – abseits der großen Weltgeschichte – vom ersten Auftauchen um 2800 v. Chr. bis zur Niederlage gegen das assyrische Reich um 569 v. Chr. Bestand hatte. Die Könige nannten sich „von Anshan und Susa“.
Die zweite Wanderbewegung (die eigentlichen Indoiranier), um 1250 v. Chr., von indogermanischen Reiternomaden aus den Steppen Südrusslands, lässt sich geschichtlich genauer fassen. Das Auftreten der Meder (Madai) um 900 v. Chr., in deren Folge die mit den Medern verwandten Perser (Parsa), aus dem Gebiet des Urmia-Sees stammend, nachzogen, veränderte die einheimische Bevölkerungsstruktur.
   
Meder-Reich (728 v. Chr. bis 550 v. Chr.)
Das Meder-Reich war das erste große iranische Reich. Die Bewohner waren die Meder. Ihre Sprache, Kultur und Abstammung war iranisch. 835 v. Chr. erwähnte der assyrische König zum ersten Mal die medischen Stämme. Bald nach ihrem Auftreten konnten sie große Bereiche des assyrischen Reiches unterwerfen. Im Jahre 715 v. Chr. führte der Häuptlingsführer Deiokes die medischen Stämme ohne Erfolg gegen das assyrische Reich. Ein Nachfolger, Phraortes, konnte die übrigen iranischen Stämme vereinen und das assyrische Königreich vernichten. Er gründete die medische Hauptstadt Ekbatana (das heutige Hamadan). Astyages, der letzte medische König, führte das Reich bis 550 v. Chr.
   
Die Antike (550 v. Chr. bis 642 n. Chr.)
    
Die Achämeniden 
Die Herrschaft der Achämeniden dauerte von ca. 559 v. Chr.–330 v. Chr. Kyros der Große gründete als persischer König (Schah) das erste Weltreich der Geschichte, das altpersische Großreich. 539 v. Chr. wurde Babylon eingenommen und das neubabylonische Reich der Chaldäer besiegt. Ägypten wurde dem Achämenidenreich 525 v. Chr. eingegliedert. Von 521 v. Chr. bis 486 v. Chr. regiert Dareios der Große, der sich durch sein enormes militärisches Können auszeichnete. Er siegte im ersten Jahr seiner Herrschaft in 19 Schlachten in einem Gebiet, welches so groß wie ganz Westeuropa war. Weiterhin schuf er sich durch seine weise Politik und Toleranz einen Namen.
Um 500 v. Chr. erhoben sich die Griechen gegen die persische Herrschaft, womit die Perserkriege eingeleitet wurden. Der Aufstand wurde 494 v. Chr. mit der Zerstörung Milets niedergeschlagen. Hier standen sich zwei Ideologien gegenüber: Die Iraner vertraten die Reichsidee unter Wahrung der nationalen Identitäten, während die Griechen die Stadtstaaten-Idee (Polis) unter völliger Unabhängigkeit bevorzugten. Von 486 v. Chr. bis 465 v. Chr. regierte Xerxes I.. 450 v. Chr.–404 v. Chr. erfolgten Aufstände gegen die Achämeniden in Ägypten, Syrien und im Kernland des Reiches. Von 359 v. Chr. bis 338 v. Chr. stand das Reich unter der Herrschaft von Artaxerxes III.
    
Der Alexanderfeldzug
Im Jahr 335 v. Chr. wurde Darius III. Großkönig, aber er wurde schon 331 v. Chr. von Alexander dem Großen in der Schlacht von Gaugamela während des Alexanderfeldzuges geschlagen und wenig später auf der Flucht vom Satrapen Baktriens, Bessos, ermordet. Mit Alexanders Sieg endete die Herrschaft der Achämeniden. Das Reich ging im Alexanderreich auf.
    
Die Seleukiden
Das Jahr 312 v. Chr. begann mit dem Aufstieg der Diadochen-Dynastie von Seleukos I. Nikator, einem Feldherrn Alexanders, die Seleukidenherrschaft. Zwischen 280 und 200 v. Chr. erstreckte sich das Reich der Seleukiden über große Gebiete Vorderasiens bis zum Indusgebiet. Nach dem Zerfall gelangten die westlichen Reichsgebiete an das Römische Reich.
   
Die Arsakiden
Das Partherreich unter der Herrschaft der Arsakiden entfaltete sich von 250 v. Chr. bis 224 n. Chr. Die Parther nahmen Elemente der hellenistischen Kultur auf und konnten sich, trotz mehrerer Niederlagen (besonders im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr.) gegen das römische Reich behaupten. 224 n. Chr. kam es jedoch zum Sturz der Arsakiden durch die Sassaniden.
   
Die Sassaniden
Das Sassanidenreich, gegründet von der letzten altpersischen Dynastie, existierte zwischen 224/26 n. Chr. und 651 n. Chr. Es erwies sich in der Spätantike als ein bedeutender Rivale Roms, wobei es jedoch auch durchaus zu einer (zeitweiligen) friedlichen Koexistenz kam. Unter Chosrau I. erlebte das sassanidische Persien eine kulturelle Blüte. Nachdem aber der letzte bedeutende Sassanidenkönig Chosrau II. 628 ermordet worden war, versank das Reich im Chaos, was es den islamischen Arabern erlaubte, ab Mitte der 30er Jahre des 7. Jahrhunderts, Persien zu erobern. Sie besiegten die sassanidischen Heere, der letzte Sassanidenkönig Yazdegerd III. starb 651. Es kam schließlich, wenn auch eher langsam, zu einer Bekehrung der Bevölkerung zum Islam; noch in den 50er Jahren des 7. Jahrhundert kam es zu mehreren Aufständen der Perser gegen die Fremdherrschaft, die aber niedergeschlagen wurden. Das sassanidische Persien, mit seinem Hofleben und Verwaltung, war auch ein wichtiges Vorbild für das Kalifenreich, besonders unter den Abbasiden.
   

Einbruch des Islams, ab 642

  
Die Umayyaden (661 bis 749)
Nach der entscheidenden Niederlage von Nehawend gegen die muslimischen Araber im Jahr 642 n. Chr. brach das Reich der Sassaniden in Persien auseinander und ging mit der Ermordung von Yazdegerd III. endgültig unter. Dennoch zog sich die arabische Unterwerfung des Iran hin, da die Muslime durch interne Machtkämpfe in Folge der Machtergreifung der Umayyaden zeitweise geschwächt waren.
Erst gegen Ende des 7. Jahrhunderts konnte Khorasan von den Arabern endgültig erobert werden. Auch die Unterwerfung von Transoxanien dauerte bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts, als der Statthalter von Khorasan Nasr ibn Saiyar (737-748) die Türken endgültig besiegen konnte. Nach seinem Tod begann unter Abu Muslim 748 ein Aufstand im östlichen Iran, der zum Sturz der Umayyaden und zur Begründung der Dynastie der Abbasiden beitrug.
      
Die Abbasiden (749 bis 857)
Nachdem die Dynastie der Umayyaden unter Mitwirkung des Aufstandes von Abu Muslim in Khorasan gestürzt worden war, erlangten die Perser unter den nun an die Macht gekommenen Abbasiden erheblichen Einfluss in der Reichsverwaltung und im Heer des Kalifats. Auch der persische Kultureinfluss wurde verstärkt, besonders nachdem die Hauptstadt des Kalifats nach Bagdad im Irak verlegt worden war. Nachdem unter Harun ar-Raschid ein Aufstand der Charidschiten in Sistan 809 niedergeschlagen worden war, teilte dieser vor seinem Tod die Herrschaft im Reich unter seinen Söhnen, wobei al-Amin Kalif in Bagdad werden und al-Mamun in Khorasan regieren sollte.
Schon 810 brach aber der Bürgerkrieg aus, bei dem al-Amin von al-Mamun mit Hilfe des Generals Tahir geschlagen und gestürzt wurde. Zur Belohnung wurde Tahir 821 zum Statthalter in Khorasan und Transoxanien ernannt, womit die Abbasiden faktisch die Kontrolle über den östlichen Iran verloren.
Zwar wurde noch der westliche Iran von den Abbasiden kontrolliert, doch gewannen seit der Mitte des 9. Jahrhunderts auch dort lokale Dynastien an Macht oder wurde der Einfluss des Kalifen durch Aufstände eingeschränkt. Ein solcher Aufstand war z.B. die Revolte von Babak in Aserbaidschan und dem Westiran von 816 bis 837. Außerdem gewannen die Schiiten zunehmend Verbreitung im Iran. Nach einer langen Phase des Niedergangs des Kalifats der Abbasiden, wurde deren politische Macht durch die schiitischen Buyiden 945 endgültig beseitigt. Damit ging auch der letzte unmittelbare Einfluss der Abbasiden über den Iran verloren.
     
Lokaldynastien: (681 bis 1191)
    
Die Tahiriden
Der persische General Tahir wurde 821 vom Kalifen Al-Ma mun zum Statthalter Khorasans und Ostirans gemacht, zeigte umgehend Unabhängigkeitsbestrebungen und wurde vergiftet. Seine Familie, die Tahiriden hatten bis zu ihrem Sturz durch Yaqub ibn Laith 873 eine Machtfülle inne, die der des Kalifen gleichkam, stellten dessen Autorität aber nicht mehr in Frage.
      
Die Saffariden
Im Südosten des damaligen Iran, in Sistan vereinigte der Kupferschmied Yaqub ibn Laith (alias as-Saffar) ab 861 die unzufriedene Bevölkerung und beseitigte verschiedene lokale Machthaber. Nach der Eroberung von Khorasan, Kerman und Fars erfolgte 876 sogar ein gescheiterter Angriff auf Bagdad. 
Sein Bruder und Nachfolger Amr ibn Laith wurde 900 von den Samaniden besiegt, woraufhin die Saffaridenherrschaft zusammenbrach und wieder auf Sistan beschränkt wurde.
    
Die Samaniden
Bereits unter den Tahiriden waren die Samaniden aus Khorasan um 864 zu Gouverneuren von Westturkestan und dem Gebiet des heutigen Afghanistan aufgestiegen, die bis zur Dynastiegründung und Krönung reichte, sich jedoch um 1005 den aufkommenden Gaznawiden beugen musste. Die Samaniden gelten als Anfang der tadschikischen Nation. Die Dichter Rudaki (859–941), Daqiqi, Baba Taher (ca. 944–1019) und der Arzt, Philosoph und Wissenschaftler Avicenna (980–1037) stammen aus dieser Zeit.
Firdausi sagte über die Samaniden: „Wo sind hin all die großen Sassaniden?“ [Antwort:] „Von den Bahramiden (Bahram V.) zu den Samaniden.“
   

Die Sijariden (927 bis 1035)

   
Die Bujiden (934 bis 1055) 
Die Buyiden/Bujiden waren eine schiitische Dynastie in Persien, die aus Dailam (930 – 1062) im Norden des heutigen Iran stammt. Die Dynastie wurde von Abu Shudja Buyahn († 932) begründet, der seinen Aufstieg als Militärführer unter den Samaniden und Ziyariden begann. Ali Imad ad-Daula (932 – 949) eroberte 932 die zentralpersische Provinz Fars und begründete die Buyiden-Linie von Fars, die bis 1055 regierte. Hasan Rukn ad-Daula (932 – 949) setzte seine Herrschaft in anderen Teilen Persiens (Ray, Hamadan und Isfahan) durch. Die von ihm begründete Linie regierte bis 1023. Die von Ahmad Muizz ad-Daula (932 – 967) begründete Linie im heutigen Irak, Kerman und Chusistan bestand bis 1012 und errang die größte Bedeutung.
    

Aufstieg der zentralasiatischen Nomaden

     

Die Gaznawiden (auch Gasnawiden; 977 bis 1191)

 

Die Seldschuken (1038 bis 1186)

   

Die Choresm-Schahs (1077–1231)

   

Die Mongolen

Die Mongolen eroberten und verwüsteten den Iran ab 1221, nahmen das Land aber nur teilweise in Besitz. Ihr Khan Chülegü begründete um 1256 eine eigene Dynastie, deren Herrscher unter der Bezeichnung Ilchane noch bis 1335 für politische Stabilität sorgten. Parallel dazu bestanden mehrere Lokaldynastien als Vasallen der Ilchane weiter. Die Herrschaft der Ilchane war in ökonomischer Hinsicht eher schwach und auch zeitweise instabil, aber in kultureller Hinsicht nicht unbedeutend. So z.B. wurde unter dem Ilchan Öljeitu um 1310 erstmals der schiitische Islam zur Staatsreligion.
  
Die Timuriden (1370 bis 1507)
Der turkomongolische Eroberer Timur Lenk beseitigte in den 80er und 90er Jahren des 14. Jh. die verschiedenen Lokaldynastien (Muzaffariden, Sarbadaren u.a.), die nach dem Zerfall des Ilchanats die Macht im Iran übernommen hatten. Sein Nachfolger Schah-Rukh machte Herat zur politischen und kulturellen Hauptstadt Persiens, in der die Timuriden noch bis 1507 regierten. Während unter ihrer Regierung besonders der Osten Irans eine Blütezeit erfährt, setzten sich in den westlichen Landesteilen die Turkmenen (Qara Qoyunlu, Aq Qoyunlu) durch. Diese herrschten bis zu ihrer Ablösung durch die Safawiden 1501 in Täbriz.
   

Die Schia

Nadir Schah (1736–1746), hier: um 1750
     

Safawiden (1501 bis 1722)

Um 1501 stürzte der schiitische Safi-Orden ("Safawiyya"), der sich von dem Scheich Safi ad-Din Ardabili herleitete, die Turkmenen-Dynastie der Aq Qoyunlu und übernahm die Herrschaft im Iran. Der schiitische Islam wird infolgedessen zur Staatsreligion. Die Safawiden-Schahs stützten sich auf Turkmenen und Perser gleichermaßen, und erreichten (trotz anfänglicher religiöser Unduldsamkeit) politische Stabilität und eine große kulturelle und auch wirtschaftliche Blütezeit.
Anfang des 18. Jahrhunderts befand sich die Dynastie in ihrem Niedergang. Dies nutzten die afghanischen Ghilzai 1709 zu einem ersten Aufstand gegen die persische Oberhoheit. Sie nahmen Kandahar ein und errichteten einen eigenen Staat. Ein Versuch der Safawiden, die Stadt durch eine Belagerung 1711 zurück zu erobern, scheiterte. Daraufhin schlossen sich 1717 auch die Abdali um die Stadt Herat dem Aufstand an. Im Jahr 1719 scheiterte der Vorstoß einer 30.000 Mann starken persischen Armee gegen Herat. Nunmehr gingen die Aufständischen ihrerseits in die Offensive. Der Ghilzai formierten 1721 eine Armee, eroberten Kerman und Schiraz und marschierten auf die persische Hauptstadt Isfahan zu. Im folgenden Jahr kam es nach dem afghanischen Sieg in der Schlacht bei Gulnabad (8. März 1722) zur sechsmonatigen Belagerung von Isfahan, die im Oktober 1722 mit der Kapitulation der Perser endete. Schah Sultan Hosein war gezwungen am 23. Oktober 1722 zugunsten des Ghilzai-Anführers Mir Mahmud Hotaki auf den Thron zu verzichten. Damit endete die Dynastie der Safawiden.
     

Die Afghanen (1722 bis 1736)

Die neue Herrschaft stand vor dem Problem, dass das ganze Land durch die Aufstände destabilisiert worden war. So musste Mahmud zunächst gegen die Abdali ziehen und schon im November 1722 ernannte sich der Sohn des alten Herrschers Tahmasp II. zum neuen Schah und versuchte die Regierung seines Vaters zu erneuern. Bereits im Januar 1723 erlitt Mahmud eine erste Niederlage im Kampf um die Stadt Qazvin. Gleichzeitig weckte die Schwäche des Persischen Reiches die Begehrlichkeiten seiner Nachbarn. So marschierte 1722/23 eine russische Armee (Russisch-Persischer Krieg (1722–1723)) entlang der Küste des Kaspischen Meeres ein, eroberte Derbent und Baku und schloss mit Tahmasp II. den Frieden von Sankt Petersburg. In diesem trat Tahmasp II. am 12. September 1723 die Provinzen Schirwan, Gilan, Mazandaran und Gorgan an Russland ab. Gleichzeitig versuchte das Osmanische Reich einen zu großen Machtgewinn Russlands zu konterkarieren und zudem Gebietsverluste in Europa (Friede von Passarowitz) zu kompensieren. Sie besetzten 1723/24 große Teile Georgiens und Aserbaidschans bis zur Stadt Hamadan. In dem Vertrag von Konstantinopel (12. Juni 1724) wurde unter englischer Vermittlung zwischen dem Osmanischen Reich und Russland die Interessensphäre abgegrenzt. Die Osmanen bestätigten die russischen Gebietsgewinne und erhielten dafür die Zusage zur Erwerbung von Georgien, Armenien mit Erivan und großer Teile Aserbaidschans.
Unter dem Druck der zerfallenden Macht setzte Mahmud auf brutale Methoden, wie dem Mord an persischen Ministern, Adligen und Mitgliedern der ehemaligen safawidischen Herrscherfamilie. Damit verärgerte er auch eigene Anhänger. In einem Putsch gelangte 1725 Aschraf Khan an die Macht. Diesem gelang es die Osmanen 1726 in der Schlacht bei Kermanschah zu schlagen und im September 1727 mit ihnen einen Friedensvertrag abzuschließen. Auch im Lande gewann die Opposition an Boden. Unter Nadir Qoli Beg aus dem Stamm der Afschariden, dem Gouverneur der Provinz Chorasan, fand Thamasp II. einen fähigen militärischen Führer. Diesem gelang es, die Afghanen 1729 in der Schlacht bei Damghan zu besiegen und Thamasp II. offiziell zum neuen riegierenden Schah auszurufen. Aschraf Khan wurde nach seinem Rückzug nach Osten von einem Cousin ermordet.
    
Die Afschariden (1736 bis 1752)
Während der Herrschaft der Afschariden, vor allem nach dem Tod Nadir Schahs, wurden die Ostgebiete Persiens von den Afghanen erobert, deren Königreich der Wegbereiter des heutigen Staates Afghanistan wurde. 
    

Die Neuzeit

Die Neuzeit markiert den Beginn der Geschichte des modernen Iran.
   

Die Zand-Prinzen

Zum ersten Mal nach 850 Jahren mongolischer und türkischer Herrschaft war wieder nachweislich ein iranischstämmiger Herrscher auf dem Thron. Allerdings trug er nicht den Titel des Schahs, sondern nur den eines Reichverwalters (Wesir) bzw. Vizekönigs (Wakil). Vielen Quellen zufolge war der Gründer dieser kurzen Dynastie (1750–1794) Karim Khan Zand ein Lure gewesen.
    
Kadscharen
 
Nasser ed-din Shah Qajar    (17.9.1848 - 01.05.1896)
Nasreddin Schah (Nasir ad-Din Schah) (1848–1896), Aufnahme Nadar
     
Mozaffar eddin Shah Qajar (02.05.1896 - 09.01.1907)
    
Mohammad Ali Shah Qahar (10.01.0907 - 16.07.1909)
   
Ahmad Shah Qajar (17.07.1909 - 31.10.1925)
    
Reza Schah Pahlavi (1926–1941)
Von 1794 bis 1925 hatte die Dynastie der Kadscharen Bestand. Die Niederlagen gegen Russland in den vier Russisch-Persischen Kriegen führen zum Verlust Georgiens (1801), Armeniens und Aserbaidschans. 
1849 und 1850 unter der Regentschaft von Naser al-Din Schah kam es zu religiösen Aufstände der Anhänger des Babismus. Ihr Führer, Sayyid Ali Muhammad al-Bab (Der Bab) wurde öffentlich exekutiert. 1856/57 kam es zum Britisch-Persischen Krieg wegen eines Angriffs auf Herat, der mit dem Frieden von Paris 1857 endete. Herat ging 1863 endgültig an Afghanistan verloren. Bis 1896/1897 gab es einen Kampf um Reformen zwischen Nasir ad-Din Schah und Dschamal ad-Din al-Afghani. Zwischen 1905 und 1911 kam es zur Konstitutionellen Revolution, dem Kampf des Parlaments (Majlis) gegen Mohammed Ali Schah und den Britisch-Russischen Teilungsvertrag von 1907. In den Jahren 1915 bis 1921 wurde der Iran von britischen und russischen Truppen im Rahmen der Anglo-Russischen Invasion besetzt und in den Ersten Weltkrieg gegen das Osmanische Reich (pro-osmanische Gegenregierung in Qom) und die Interventionskriege (gegen Sowjetrussland) verwickelt. Es kam auch zu separatistischen Bewegungen im Iran und zur Gründung der (Iranische Sowjetrepublik in Gilan). Reza Khan, der spätere Reza Schah Pahlavi, wurde zwischen 1921 und 1925 Kriegs- und Finanz-, schließlich Premierminister.
    
Die Pahlavis
Am 29. Oktober 1925 trat das iranische Parlament zusammen und beschloss am 31. Oktober 1925 die Absetzung der Kadscharendynastie. Am 12. Dezember 1925 beschloss das Parlament, Reza Pahlavi zum Schah zu erheben. Drei Tage danach legte er den Amtseid ab und wurde neuer Herrscher im Iran. Die Krönungszeremonie fand am 25. April 1926 statt. Er regierte bis 1941. Ihm folgte sein Sohn Mohammad Reza Pahlavi am 17. September 1941, der am 16. Januar 1979 den Iran verließ.
   
Reza Schah 
Am 12. Dezember 1925 wurde Reza Khan durch das Parlament zum Schah (Reza Schah Pahlavi) ernannt. In den Jahren 1925 bis 1928 wurde das Wirtschafts-, Straf- und Zivilrecht nach europäischen (französischen) Vorbildern unter Wahrung islamischer Elemente umgestaltet. Am 25. April 1926 wurde Reza Khan zum Schah gekrönt, gleich darauf setzt er die allgemeine Wehrpflicht und eine einheitliche Grundsteuer ein. Zwischen 1927 und 1938 wurde die Transiranische Eisenbahn erbaut, Die Nord-Süd-Linie wurde 1929 von der deutschen Firma Berger begonnen. Im Jahr 1927 wurde eine Zentralbank gegründet, die von der britischen Imperial Bank of Persia das Privileg der Notenemission und andere Vorrechte übernahm. Von 1928 bis 1938 entdeckte man im Land große Ölfelder, 1928 wurden neue Zollhandelsabkommen mit vielen Ländern geschlossen. Ein Jahr darauf wurde westliche Kleidung bei Männern vorgeschrieben. 1931 führte der persische Staat ein Außenhandelsmonopol ein. Im Jahr 1932 widerrief Reza Schah die 1901 an William Knox D’Arcy erteilte Konzession.
   
Am 21. März 1935 wurde die Landesbezeichnung „Persien“ auch in Europa und Amerika durch die im Land selbst gebräuchliche und offizielle Landesbezeichnung „Iran“ ersetzt.
    
    
 
   
    
Die FISKALMARKEN PERSIENS
   
Für Persien sind keine Stempelpapiere vor den Stempelmarken bekannt, aber eingeführt wurden diese dennoch, nämlich in der Zeit der Islamischen Republik für Wechsel im Jahr 1979.
    
    
Nachstehend die erste bekannte 2 Krans-Marke des Justiz-Ministeriums in Persien. (Ausgabe 1880)
  
    
    
Die Regierung unter Nasser ed-din Shah Qajar ließ Anfang 1886 Steuermarken (Stempelmarken) anfertigen um diverse Gebühren und Abgaben einzuheben.
Diese Ausgabe umfasste 38 große (30x50mm) Marken. (Perforation 13,5). Diese waren in fünf Hauptgruppen unterteilt.
  
Die ersten 10 (in rosa Farbe gedruckt) waren für Handelsdokumente vorgesehen.
   
    
   
    
   
   
   
 
    
     
 Die zweite Gruppe war für den allgemeinen Warenverkehr bestimmt und war in blau gedruckt.
    
 
   
    
   
   
   
   
    
    
   
Die dritte Gruppe bestand aus 6 Marken in verschiedenen Farben und war für diverse Zwecke gedacht.
   
    
 
    
    
   
   
    
     
Die vierte Gruppe war für den See- und Landtransport vorgesehen und bestand aus 3 Marken.
   
 
   
   
     
    
    
Die letzte der fünf Gruppen war für die verschiedensten zivilen Angelegenheiten gedacht 
und umfasste 9 Marken.
   
    
    
    
   
   
    
 
    
       
Qajar revenues (issues of 1890)
   
   
1 Chahi Blue
    
   
5 Chahis Green
   
       
10 Chahis Peach
   
   
1 Kran Brown
     
    
5 Krans Violet
  
    
10 Krans Yellow
   
    
Weitere Stempelmarken Ausgaben
    
 
     
   
    
     
 
      
 
     
 
     
 
     
 
     
 
      
 
    
   
     
    
     
    
 
   
 
   
   
     
 
    
 
    
    
 
    
 
    
 
    
 
    
 
   
    
 
     
 
    
 
    
 
   
    
 
    
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Teil 2.: Fiskal- Ganzsachen
 
 
     
    
 
    
 
    
 
    
 
      
 
    
 
Teil 1 der Urkunde
   
Teil 2 der Urkunde
    
 
 
     
 
 
    
 
 
    
Ein äußerst seltenes Exemplar eines Postkutschen-Tickets (Fahrschein) aus dem Jahre 1915. 
Es ist deshalb so interessant, da "normalerweise" diese Waybills Briefmarken aufweisen, 
welche einen Aufdruck "Tazkereh Oboore Mosaferine Chapari" (bedeuted: Traveler`s passage fees / Reise-Gebühr) haben.
Dieses Ticket wurde jedoch mit einer persönlichen Stampiglie des Direktors der Postkutschen-Gesellschaft entwertet und hat daher nicht den oben beschriebenen Aufdruck. Im Normalfall haben diese Tickets die Stempelmarken Q226 -Q231 des persischen Revenue-Kataloges.
 
Dir einmal mehr lieber Friedrich vielen Dank fürs Aufzeigen!
   
 Dieser Beleg gilt für mich als Borderline Beleg 
und kann deshalb in beiden Ausstellungsklassen aufgezeigt werden!
     
    
 
Erklärungen vom und im  Stempelpapier
   
Erklärungen rückseitig im und vom Stempelpapier
    
    
    
    
    
Quellen: - Stempelmarken aus dem Fiskalphilatelistischen Fundus von Gunter Wagner, Filderstadt, 
von wem sonst?
- Die Dokumente wurden mir von Friedrich Berger aus Wien, Österreich zur Verfügung gestellt, dafür sage ich Dir, lieber Friedrich vielen Dank, auch für Deine stetige höchst fachmännische philatelistische Unterstützung zum Thema Revenues aus Persien. 
Ein tolles Sammelgebiet und eine Spitzen-Sammlung, die Du Dein Eigen nennst,  meine philatelistische Hochachtung!
Ich hoffe nur, Du stellst Deine Schätze irgendwann noch fiskal- philatelistisch aus, aber bitte nicht in Deutschland in einer Ausstellung vom BDPh, dass hieße ja Perlen vor die Säue werfen!
- Ansonsten Infos aus dem Katalog „Revenue Stamps of Iran“ by Sasan Baharaeen und Gordon Brooks von 2006, 2nd Edition.
- Wikipedia freie Enzyklopädie     
     

        

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