Sicherheits-Blättchen für die heutigen Gerichtskostenstempler

 

Ich stelle hier ca. 100 dieser Sicherheitsblättchen vor.
Sie zeigen verschieden starke Durchstoßungs-Spuren, sie sind also alle vom zuständigen Finanzbeamten durchstochen und somit entwertet worden. 

Diese Blättchen befanden sich in den Gerichtskostenstemplern bei Gericht, bei den Rechtsanwälten, Notaren, Zeitungen und Heimstätten. Sie sollten gegen Manipulation und Missbrauch an diesen Geräten zum Nachteil des Staatsvermögens vorbeugen. 

Wenn die Geräte beim Finanzamt wieder neu aufgeladen werden mussten, dann wurden diese Siegelmarken nach dem Öffnen der Geräte herausgenommen und mit einem spitzen Gegenstand durchstochen, somit ganz offiziell von dem dafür zuständigen Finanzbeamten entwertet. 

Nach dem Aufladen der Gerichtskostenstempler zur erneuten Wiederverwendung wurde im Gerät eine frische, noch unzerstörte Sicherheitsmarke eingelegt und dieses anschließend verschlossen.
(Ähnlichkeit besteht z. B. zu den Grenzmarken, das waren unzerstörte Tonscherben, die unter die Grenzpfähle gelegt wurden, um ein beabsichtigtes Versetzen der Grenzpfähle zu unterbinden!)

Damit war das kostenmäßige Wiederaufladen eines solchen Gerichtskostenstemplers beendet und dieser war damit gegen Manipulation gesichert. 

Es werden auch spezielle Sicherheitsplättchen der Fa. Frankotyp Postalia gezeigt. Grund dafür ist, daß solche Geräte nach einer Reparatur wieder mit dieser speziellen Sicherheitsmarke versehen und an das zuständige Finanzamt zurückgesandt wurden. Denn das Sicherheitsblättchen mußte unzerstört sein, bevor der zuständige Finanzbeamten diesen Gerichtskostenstempler öffnen konnte, um ihn dann für den Publikumsverkehr wieder neu aufzuladen. 

Über den Vorgang dieser Aufladung von solchen Gerichtskostenstemplern musste der dafür zuständige Finanzbeamte immer genauestens Buch führen.

   
   
   
   
     


 


 

Quelle: 
Aus dem einzigartigen deutschen Fiskalphilatelie- Fundus von Gunter Wagner, Filderstadt 
- von wem sonst?

 

        

www.stempelpapier.de