Die Stempelpapiere des VOC aus dem 
Niederländischen Kap der Guten Hoffnung
 

 

Niederländische Kolonien
Die Niederlande waren besonders im 17. Jahrhundert eine der bedeutendsten Kolonialmächte der Welt. 
Um 1650 erreichte das niederländische Handelsimperium seinen Höhepunkt, als etwa die Hälfte des Welthandels von den Niederländern umgeschlagen wurde. Diese Epoche wird auch das Goldene Zeitalter der Niederlande genannt.
Der niederländische Kolonialismus und der Aufstieg zu einer Kolonialmacht begannen erst mit den Unabhängigkeitskriegen gegen Spanien, da die Niederlande durch Heiratsverträge an Spanien gefallen waren. Waren die Niederlande zuerst nur an europäischen Handels- und Geldgeschäften interessiert, mussten sie sich Anfang des 17. Jahrhunderts auch global engagieren, da Spanien und Portugal die Häfen für niederländische Schiffe sperrten. Im Gegensatz zu Spanien und Portugal begann die holländische Kolonisation neuer Gebiete mit Einführung von Handelskompanien.
Die größte dieser Gesellschaften war die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC). Diese versuchten durch Handels- und Landpachtverträge mit örtlichen Herrschern einen florierenden Asien-Markt zu eröffnen. Langsam brachten die Gesellschaften riesige Gebiete unter ihren Besitz und bildeten Gewürzmonopole heraus. Der Niedergang der Gesellschaften war auch der Niedergang des holländischen Kolonialreiches in Asien, die meisten Gebiete wurden von den Engländern übernommen - als Grund dafür ist die Korruption der Beamten zu nennen, die wegen kargen Lohns oft in die eigene Tasche wirtschaften mussten.
Die Niederlande verloren ihre kolonialen Ansprüche auf große Teile von Niederländisch-Guayana an die Briten (1815) sowie auf Niederländisch-Indien (1949) und Suriname (1975), als diese Kolonien schließlich ihre Unabhängigkeit erhielten. Heute sind die ehemaligen Niederländischen Antillen als letzte „Kolonie“ des ausgedehnten Handelsreiches aus dem 17. Jahrhunderts übrig geblieben, wobei sich zuerst Aruba 1986 aus dem Verband löste und die Niederländische Antillen am 10. Oktober 2010 aufgelöst wurden.
Die vier gleichberechtigten Königreichsteile des Königreiches der Niederlande sind folglich Aruba, Curaçao, Sint Maarten und das Kernland, die Niederlande. Die drei restlichen „Inselgebiete“ der Niederländischen Antillen, nämlich Bonaire, Saba und Sint Eustatius sind seither besondere Gemeinden der Niederlande ohne einer niederländischen Provinz anzugehören. Sie werden auch BES-Inseln (niederl. BES-Eilanden, ein Akronym) oder Karibische Niederlande (niederl. Caribisch Nederland) genannt.
Die folgende Auflistung enthält neben den (ehemaligen) Kolonien auch befestigte Stützpunkte, Besitzungen, die nur teilweise oder kurzzeitig unter niederländischer Herrschaft waren sowie Einflusssphären, das heißt einheimische Staaten, die mit den Niederländern Handelsverträge abgeschlossen hatten.

 



Die Niederländischen Kolonien der VCO

 

Südafrika
Das Kap der Guten Hoffnung (niederländ. Kaap De Goede Hoop, afrikaans Kaap die Goeie Hoop, engl. Cape of Good Hope, port. Cabo da Boa Esperança,) ist ein sehr markantes, früher wegen seiner Klippen gefürchtetes Kap nahe der Südspitze Afrikas. 1652 wurde am Kap der guten Hoffnung eine Versorgungsstation errichtet. Die holländische Kolonie dort vergrößerte sich im 17. und 18. Jahrhundert stetig. Der Standort war für den Handelsweg übers Wasser von Europa nach Südostasien eine wichtige Station. Als Ende des 18. Jahrhunderts die Briten ebenfalls Anspruch auf die Kapkolonie erhoben, wurde die Kolonie besetzt, jedoch wieder zurückgegeben. Ab 1806 war die Kolonie endgültig britisch.

 

Kapkolonie
Die Kapkolonie war eine zunächst niederländische, später britische Kolonie im heutigen Südafrika. 
Zum Zeitpunkt ihrer größten Ausdehnung erstreckte sie sich vom Atlantischen Ozean im Westen bis zum Fish River im Osten. Im Norden bildete der Oranjefluss, auch bekannt als Gariepfluss, lange Zeit die Grenze. Später kam noch das Land zwischen dem Oranje und der heutigen Grenze Botswanas hinzu. 

Die Geschichte der Kapkolonie begann 1652 mit der Gründung Kapstadts durch Jan van Riebeeck im Auftrag der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC).
Die Stadt war als Stützpunkt zur Versorgung von Schiffen mit Lebensmitteln gedacht.
 

Großbritannien besetzte das Gebiet 1795 im Verlauf der Napoleonischen Kriege.

Die VOC übertrug, als sie sich 1798 auflöste, ihre Territorien und Ansprüche an die Batavische Republik.

Die Briten gaben die Kapkolonie 1803 an diese zurück. 

1806 wurde das Kap nach der Schlacht von Blauberg erneut durch die Briten besetzt, um Napoleon vom Kap fern zu halten und die Handelswege in den Fernen Osten zu kontrollieren.

Am 8. Januar 1806 wurde das Kap britische Kolonie. 

Die Kapkolonie blieb bis zur Bildung der Südafrikanischen Union 1910 britische Kolonie und wurde dann als Kapprovinz Teil der Union.

 



Ausdehnung der Kapkolonie um 1809

  

Erste Besiedelung
Die niederländische Besiedlung des Gebiets begann im März 1647 mit der Havarie des Schiffes Nieuw Haarlem. Die Schiffbrüchigen errichteten ein kleines Fort mit dem Namen „Sand Fort van de Kaap de Goede Hoop“. Nach ihrer Rückkehr in die Niederlande versuchten einige von ihnen, die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC) zur Gründung eines Stützpunktes am Kap zu überreden.
Eine Expedition mit 90 calvinistischen Siedlern unter dem Kommando von Jan van Riebeeck gründete so im Auftrag der VOC 1652 nahe dem Kap der Guten Hoffnung die erste dauerhafte Siedlung. Van Riebeeck gehörte bereits zur Besatzung der Schiffe, die die havarierten Segler retteten. Am 6. April 1652 erreichten sie den Hafen des heutigen Kapstadt mit den fünf Schiffen Reijer, Oliphant, Goede Hoop, Walvisch und Dromedaris.
Erst 1671 weitete sich die Ansiedlung durch Landkäufe von den Khoi Khoi über die ursprünglichen Grenzen des von van Riebeeck errichteten Forts aus. Die ersten Kolonisten entstammten größtenteils der unteren Mittelschicht. Sie hatten eine relativ gleichgültige Einstellung gegenüber der Entwicklung der Kolonie, da die VOC mehr als den für Seefahrt und Eigenbedarf nötigen Anbau nicht erlaubte, die Kolonisten nur auf Zeit entsandte und keine Ehefrauen zuließ. Erst ab 1685 wurde aktiv versucht, Siedler in das Land zu holen. Da die Anwerbung in Europa sich anfangs als schwierig erwies, kamen zunächst Malaien in die Kapkolonie und begannen die Besiedlung des Hinterlandes. Nach dem Widerruf des Ediktes von Nantes 1685 kamen 150 französische Hugenotten ans Kap. Da sie die ersten Winzer in der Kolonie waren, beeinflussten sie durch ihren Bedarf an bestimmten Weinlagen die weitere Siedlungspolitik. So ist das 1679 gegründete Stellenbosch auch heute noch berühmt für seinen Weinanbau.

 
Weitere Expansion
Die Kapkolonie dehnte sich jetzt weiter nach Norden und Osten aus. Hierbei kam es verstärkt zu Konflikten mit den nomadisch lebenden Khoi Khoi. Diese wurden zudem 1713 und 1755 durch Pocken-Epidemien dezimiert. Einige Stämme blieben schließlich unabhängig, aber die meisten Khoi Khoi verdingten sich bei den Kolonisten als Hirten. Trotzdem schwelte der Konflikt zwischen Nomaden und Ackerbauern ständig weiter. 1787 unterwarf die niederländische Regierung die Khoi Khoi Restriktionen, die sie abhängiger von den Farmern machten. Die daraufhin einsetzende Abwanderung der Khoi Khoi in Gebiete nördlich der Kapkolonie brachte diese wiederum in Konflikt mit den dort ansässigen San.
Als die europäischen Kolonisten auch in das Territorium der San vordrangen, gerieten diese zunehmend in Versuchung, das Vieh der Farmer zu stehlen. Es kam zu Vergeltungsaktionen und letztlich zur Vertreibung der San. „Kommandos“ töteten und verhafteten innerhalb von sechs Jahren angeblich über 3.000 San. 
Aus der Organisation dieser Kommandos mit Feld-Kommandanten und Fähnrichen entwickelte sich das System der lokalen Regierung in den niederländisch besiedelten Bezirken Südafrikas.
Die niederländischen Kolonisten importierten zudem Arbeitskräfte aus Indonesien, Malaysia, Madagaskar und Mosambik. Von diesen „Gastarbeitern“ stammen die Cape Coloureds ab, die heute den größten Teil der Bevölkerung der Provinz Westkap bilden.

 

Konflikte mit der VOC
Die VOC war sich bewusst, dass die Niederlande nicht über die wirtschaftlichen und militärischen Ressourcen verfügten, ein großes Gebiet am Kap im Konfliktfall zu verteidigen. Sie griff deswegen zu Maßnahmen, die das Anwachsen der Kapkolonie, die mittlerweile schon bis ins Veld reichte, begrenzen sollten. So wurde die offene Einwanderungspolitik beendet, der Handel monopolisiert und Exekutive, Legislative und Judikative in einer Hand vereinigt. Den Farmern wurde die Fruchtfolge vorgeschrieben und sie mussten einen hohen Prozentsatz ihrer Ernten an die Kompanie abtreten. Hierin ist der Ursprung der libertarischen Gesinnung zu sehen, die die burische Gesellschaft noch Generationen lang bestimmen sollte.
Um sich den Restriktionen der VOC zu entziehen, wanderten immer mehr Farmer in Gebiete außerhalb der Kolonie ab. Zur Kontrolle dieser Voortrekker errichtete die Kompagnie Magistrate in Swellendam (1745) und Graaff-Reinet (1786). Die VOC erklärte außerdem den Gamtoos zur Ostgrenze der Kolonie, was die Voortrekker jedoch nicht daran hinderte, den Fluss zu überqueren. Um Konflikte mit den nach 1600 aus Ost- und Zentralafrika nach Süden und Westen vordringenden Bantu in Transkei und Kaffraria zu vermeiden, legte der Gouverneur Joachim van Plettenberg schließlich 1780 den Great Fish River als Grenze der Kolonie fest. 1795 vertrieben die bereits schwer besteuerten Buren, die zudem keinen Schutz von der VOC gegen die Bantu erhielten, die Offiziellen der Kompanie aus den Grenzbezirken und errichteten unabhängige Republiken in Swellendam und Graaff-Reinet.
1795 marschierte Frankreich in den Niederlanden ein. Britische Truppen unter General Sir James Henry Craig landeten daraufhin in Kapstadt, um die Siedlung für Wilhelm V. von Oranien gegen die Franzosen zu sichern. Der Gouverneur von Kapstadt übergab nach anfänglicher Weigerung am 16. September die Kolonie. Dazu war er umso mehr bereit, als die Khoi Khoi die instabile Lage nutzten und sich den Briten anschlossen. Die Buren von Graaff-Reinet ergaben sich erst, als eine Armee gegen sie ausgesandt wurde, und revoltierten 1799 und 1801 erneut. Im Februar 1803 fiel die Kapkolonie – die VOC war bereits 1798 aufgelöst worden – nach dem Frieden von Amiens an die Batavischen Republik. Viele der von den Briten bereits eingeleiteten Reformen wurden von dieser fortgeführt.

 

Übergang an die Briten
Nach dem Niedergang der VOC besetzten britische Truppen die Kapregion zunächst zeitweilig, gaben sie jedoch nach dem Frieden von Amiens 1802 an die Batavische Republik zurück. Im Zuge der wieder aufflammenden Feindseligkeiten zwischen Großbritannien und dem napoleonischen Frankreich besetzten die Briten 1806 die Kapkolonie erneut, um ihre Seehandelswege in den fernen Osten zu sichern. 1814 trat die Niederlande die Kolonie dann endgültig an Großbritannien ab.
Zu dieser Zeit reichte sie bis zum (Highveld), damals als „Land der Buschmänner“ bezeichnet, und umfasste eine Fläche von rund 194.000 km² und 60.000 Einwohner, darunter 27.000 Weiße, 17.000 freie Khoi und 16.000 Nachfahren von einstigen Gastarbeitern unterschiedlicher Herkunft, die meisten davon sogenannte Kapmalaien.

 

Das Stempelpapier der VOC in Cabo (Kaap)
   
Stempelmarke = Clein Segel der VOC von 1714
über 12 ST. für Stuiver
Das „C“ über „VOC“  steht für Cabo (Kaap) de Goede Hoop
und in Deutsch heißt das Kap der Guten Hoffnung
  
    
DIE VOC= Verenigde Oostindische Compagnie hatte extra Stempelzeichen für ihre Kolonien, so z. B.:
C = Cabo de Goede Hoop,
M = Makassar,
T = Ternate,
A = Amboina (Ambon),
S = Souratte,
MD = Menado



 

PS: Es war halt nicht alles postalisch was an Atelos um das jahr 1714 gelaufen ist. 
Und zu der Zeit schrieb die Post ihre Taxen ja immer noch mit Buntstiften auf den zuzustellenden Brief und von einem Poststempel bzw. einem aufzuklebenden Postlabel oder gar einem Stempelzeichen, da waren die Erfinder der Briefmarke noch Lichtjahre entfernt!

 

Quellen: 
- Wikipedia 
- Abbildung aus dem Stempelpapier- Fundus Fons Overwater
  Dir, Fons, einmal mehr vielen Dank für das Aufzeigen solcher Fiskal- Schätze! 



        

www.stempelpapier.de