Fiskal vor Post - man beachte die feine Reihenfolge auch hier:
"Wertzeichenfälschung und Wiederverwendung von Wertzeichen" 
(abgehandelt in den §§  275 und 276 des StGB)

Paragraph 275 (Wertzeichenfälschung) lautet: 

Mit Gefängnis nicht unter drei Monaten wird bestraft, wer….,

a.) wissentlich von falschem oder gefälschtem Stempelpapier von falschen oder gefälschten Stempelmarken, Stempelblanketten, Stempelabdrücken, Post- oder Telegraphen-Freimarken oder gestempelten Briefkuverts Gebrauch macht, 

b.) unechtes Stempelpapier, unechte Stempelmarken, Stempelblankette oder Stempelabdrücke für Spielkarten, Pässe oder sonstige Drucksachen oder Schriftstücke, ingleichen wer unechte Post- oder Telegraphen-Freimarken oder gestempelte Briefkuverts in der Absicht anfertigt, sie als echt zu verwenden, oder 

c.) echtes Stempelpapier, echte Stempelmarken, Stempelblankette, Stempelabdrücke, Post- oder Telegraphen-Freimarken oder gestempelte Briefkuverts in der Absicht verfälscht, sie zu einem höheren Werte zu verwenden.



In diesen Paragraphen sind alle Gebühren- Einnahmen  benannt - und das in der richtigen Reihenfolge!
Postmarken kommen - wie so oft in der Fiskalphilatelie -  erst am Ende, denn sie waren ja auch nur  fiskalische Einnahmen des Staates unter vielen anderen! 

Und den feinen Unterschied, den so einige "Briefmarken- Großkopferte", respektive die, die sich dafür halten, propagieren, den kann ich trotzdem bei allem nicht erkennen! 
Und von mir immer und immer wieder gesagt, es waren das doch alles Steuereinnahmen eines Staates! 

Nur eines sollte festgehalten werden: die Fiskal- Philatelie, die war zuerst da und nicht die Post- Philatelie! Und das auf allen Ebenen!
So gab es  z. B. Stempel in allen Sorten, ob nun rund, sechseckig oder nur eckig, auch oval oder auch farbig. Das Entwerten der Gebührenstempel erfolgte mittels Revisionsstrich, Durchschreiben, Stempeln, das Setzen und Durchschreiben des Entwerternamens war Pflicht. 
Ebensodas Sicherheitswasserzeichen, der Silberfaden, die Stempelpapier- Bögen aus denen die Steuerstempel bzw. Steuerscheine herausgeschnitten wurden, die Datumsangaben in den Stempeln, 
die Vorausbezahlung der staatlichen Gebühr, Fälschungssicherheit, Aktenbelegstücke an denen man Falschstempel erkennen konnte und sogar auch das Aufkleben dieser Gebührenwertstempel und Scheine waren längst schon im Gebrauch und somit staatliche Pflicht!
Sogar all die von der Postgilde wie selbstverständlich für sich reklamierten Schlagwörter, die gab es schon längst vor der Versendung von Schnörkelbriefen, bzw. dem Benutzen der Briefmarken bei der staatlichen Post!

Also, wo ist er nun, der feine Unterschied??

 

www.stempelpapier.de