Ein Laie kann es nur erahnen,
der Spezialist weiß es zu schätzen:
Revenues aus der Deutschen Besetzungszeit der Kanalinseln (Channel Islands) 1941 – 1945.  - Fiskalphilatelie vom Feinsten!
 

 

Über die Steuereinnahmen auf den Kanalinseln in der Zeit der Deutschen Besetzung wurde noch nie etwas in der Literatur vermerkt. 
Wie zu erwarten war,  bringt auch "Googeln" keine brauchbaren Ergebnisse.
Und in der Fiskal-Philatelistischen und auch in der Postalisch- Philatelistischen Literatur wird nur das Postwesen behandelt, am Rande noch die Versorgung mit zwei Sätzen erwähnt, aber das war es dann auch!


Deshalb ist es überhaupt ein riesiger Erfolg,  hier nun echte Revenues aus St. Helier aufzeigen zu können und das in Metall!
Vielleicht hat es ja diese Art von Revenues auch auf anderen Inseln im Zusammenhang mit der Erlaubnis, Zuteilung bzw. der Verteilung von rationierten Rohstoffen gegeben! 


Weiterhin kann ich noch eine 'Rote- Kreuz- Päckchenmarke aus dieser Zeit aufzeigen, 
sowie eine Zuteilungsmarke für einen Liter Milch!



 

Die Kanalinseln 

Die Kanalinseln oder Normannischen Inseln (engl.: Channel Islands, frz. Îles anglo-normandes) sind eine Inselgruppe im Ärmelkanal (vor der Küste des französischen Départements Manche). 
Die Kanalinseln sind Gipfelreste des Armorikanischen Massivs und bestehen vor allem aus Tiefengesteinen (2,6 bis 1 Mrd. Jahre alt). Zu Inseln wurden sie erst nach dem Anstieg des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren. 
Durch die Erosion bildeten sich die heutigen Oberflächenformen: Jersey und Sark sind flache Plateaus mit hohen Küsten, Guernsey, Alderney und Herm dagegen, weiter nördlich gelegen, fallen von Süden nach Norden ab und haben im Norden flache Strände. Die höchste Erhebung auf den Kanalinseln beträgt ca. 109 m und liegt auf Sark. Diese waren als Teil des kontinentalen Festlandes schon früh besiedelt.  Älteste Funde aus dem Mittelpaläolithikum stammen aus der Höhle von La Cotte de St. Brelade. Als die ältesten neolithischen Fundorte gelten Les Fouaillages auf Guernsey und Le Pinnacle auf Jersey. Im weiteren Verlauf der Jungsteinzeit wurden zahlreiche Megalithanlagen und Steinkisten erbaut. Von ursprünglichen Anlagen sind noch 25 erhalten. Es gibt einige Menhire, zwei davon (Castel) sind anthropomorph gestaltet. St. Peter Port war bereits in der Eisenzeit ein Handelsstützpunkt. Zahlreiche römerzeitliche Funde, unter anderem ein Wrack im Hafen von Saint Peter Port, belegen Handel mit dem Festland.

 


Die Kanalinseln Guernsey, Jersey, Alderney und Sark vor der Haustür Frankreichs


 


Bailiwick (= Vogtei) of Jersey: politisch gesehen sind diese Inseln Jersey und Guernsey Vogteien. 
Diese beiden Amtsbezirke haben eigene Parlamente, also solche eines souveränen Staates. 
Die Kanalinseln sind weder ein Teil des Vereinigten Königreichs noch eine Kronkolonie, sondern sind direkt als Kronbesitz (crown dependency) der britischen Krone (in ihrer Funktion als Herzöge der Normandie) unterstellt. Diesen Sonderstatus hat sonst nur noch die Isle of Man. 
Obwohl die Kanalinseln geographisch nicht zu den britischen Inseln gehören, werden sie oftmals aus politischen Gründen zu ihnen gezählt. 
Beim Beitritt Großbritanniens 1973 zur Europäischen Gemeinschaft, wurde der Status der Kanalinseln in einem Zusatzprotokoll extra geregelt. Die Kanalinseln sind demnach nicht Mitglied der EU, gehören aber dem Zollgebiet der Gemeinschaft an. Die Kanalinseln gelten heute als eine florierende Steueroase, auch um dort europäisches Schwarzgeld zu parken!

 
Geschichte 

Im Mittelalter waren die Kanalinseln Teil der Ländereien des Herzogs der Normandie. Dieser Titel wird auch heute noch in Personalunion von den Königen und Königinnen des Vereinigten Königreichs getragen. Im Jahre 1066 eroberte Wilhelm der Eroberer England und wurde englischer König. Über die Jahrhunderte gingen alle Ländereien in Frankreich verloren, und nur die Kanalinseln blieben im Besitz der Herzöge der Normandie. Die Französische Sprache wird von Teilen der Bevölkerung in Form eines speziellen Dialekts (Patois) noch heute gesprochen. 

Sie gehören somit nicht zu England, jedoch zur englischen Krone!
Jede Insel in sich unabhängig von den anderen Inseln und verfügt über ein eigenes Parlament, die States. 


Vertreter der englischen Krone ist auf Guernsey und Jersey der jeweilige Bailiff, auf der Insel Sark der Seignieur, bzw. falls dies eine Frau sein sollte, die Dame of Sark. Guernsey und Jersey haben zudem noch ein eigenes Münzrecht und damit auch eine eigene Währung, die aber vom Kurs her dem Englischen Pfund angelehnt ist.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden auf Guernsey zwischen dem 19.6 und dem 21.6.1940 die Schulkinder und die Militäreinheiten evakuiert, da die britische Regierung diese nicht verteidigen wollte, 20000 Einwohner verblieben auf der Insel. Auf Jersey wurden etwa 1/5 der Bevölkerung evakuiert, 40000 Inselbewohner sollen geblieben sein. Auf Alderney verließen 1400 Bewohner die Insel, sie war später sogar menschenleer. Auf Sark blieb die Bevölkerung ziemlich geschlossen auf der Insel.

Die Kanalinseln wurden vom 30. Juni 1940 bis 1. Juli 1940 von deutschen Truppen praktisch kampflos erobert. 22.656 der rund 94.000 Einwohner, darunter die nahezu komplette Einwohnerschaft der Insel Alderney, waren bereits vorher nach Großbritannien in Sicherheit gebracht worden. Nur auf Sark gab es keine Evakuierungen.

Die Kanalinseln wurden zu einem schwer befestigter Teil des Atlantikwalls ausgebaut, da Hitler von diesen kleinen englischen Gebieten, die jetzt in deutscher Hand waren, wie besessen war. Die Abwehrpläne sahen verstärkte Betonbauten, unterirdische Kammern und Tunnel als Schutzräume, Eisenbahnschienen und Panzerabwehrmauern vor. Die Inseln verfügten über 16 Küstenbatterien sowie leichte und schwere Flak Stellungen.

Diese Anlagen spielten während des Krieges allerdings keine Rolle, da Großbritannien die Bewohner nicht gefährden wollte und es daher nicht auf den Inseln zu Kampfhandlungen kam. Am 9. Mai 1945 übergab Generalmajor Wulf die Kanalinseln kampflos den britischen Truppen. Der 9. Mai wird seither als „Liberation day“ gefeiert. Alderney erreichten die britischen Truppen erst am 16. Mai.

Folge von dieser Besetzung war das diese so genannten Kanalinseln - Guernsey, Jersey, Alderney, Sark sowie einige winzige Eilande - auch noch britisches Staatsgebiet waren, als sie den deutschen Truppen 1940 bei der Besetzung Frankreichs in die Hände fielen. Das geschah wie oben bereits bemerkt kampflos, denn um ihre Staatsbürger zu schonen, hatte die britische Regierung gerade noch rechtzeitig die Entmilitarisierung des Archipels unter Frankreichs Küste bekanntgegeben. 

Weil die Briten keine Briten bomben mochten, überstanden die Kanal-Insulaner im Gegensatz zu ihren nahen französischen Nachbarn (allein in Le Havre fanden bei den Kämpfen mehr als 2000 Zivilisten den Tod) auch die Invasion der Alliierten im Jahre 1944 unversehrt.

Damit blieb auch die über 30 000 Mann starke deutsche Besatzung ungeschoren, die aus der 319. Infanteriedivision sowie einer Flottille kleiner Küstenschutzfahrzeuge bestand, zu denen später noch versprengte Marineverbände stießen.

Zur Sorge um die Wohlfahrt der 60 000 britischen Untertanen kam das militärische Desinteresse der Alliierten an den Kanalinseln: Für die ostwärts auf Deutschland vorrückenden amerikanischen und britischen Truppen besaß der Archipel, der zudem mit deutschen Kanonen gespickt und von Klippen und untiefenreichen Gewässern umgeben war, alsbald keinen strategischen Wert mehr. Und für Großbritanniens Premier Churchill waren die mehr als 30 000 Inselbesatzer nichts anderes als - so Seekriegshistoriker Mordal - "Kriegsgefangene, die sich selbst beköstigten, unterhielten und bewachten". 

Tatsächlich waren die Gefangenen der Inseln damals schlimmer dran als ihre Kameraden hinter den Stacheldrähten der amerikanischen und englischen Gefangenencamps. Von jeder Zufuhr abgeschnitten, gingen auf den Inseln die Lebensmittel bald zur Neige. Selbst Streichhölzer wurden rationiert.

Brennholz gab es auf den spärlich bewaldeten Eilanden nicht mehr. Das Elektrizitätswerk mußte aus Kohlenmangel stillgelegt werden. Unter den Kesseln der Marinefahrzeuge konnte nur noch einmal im Monat Feuer gemacht werden. 

Während die einheimischen Insulaner vom Dezember 1944 an durch Vermittlung des Internationalen Roten Kreuzes von dem schwedischen Frachter "Vega" immerhin mit Liebesgabenpäckchen aus Kanada versorgt wurden, mussten die zugereisten Besatzer Kohldampf schieben und frieren
Schon im Herbst 1944 war die Truppenverpflegung auf 1650 Kalorien (Kaloriensatz für einen Normalverbraucher 1946 im Land Hessen: 1360) herabgesetzt worden. Im Januar 1945 wurde der Satz noch einmal gekürzt. Diesmal auf 1125 Kalorien. Mit den Rationen sanken die Moral und die Gesundheit der Truppe. Überfälle auf Päckchenbeschenkte Einheimische häuften sich, und ein Militärarzt, der auf Jersey ein Urteil über die Frontverwendungsfähigkeit der Soldaten abgeben sollte, kam zu dem Schluss, nicht fünf von 100 Soldaten seien in der Lage, im Glied strammzustehen: "Die Sterblichkeit - ist gestiegen, zahlreiche Fälle von Geistesgestörtheit und sehr viel Tuberkulose."

In dieser Situation entschloss sich der "Befehlshaber der Kanalinseln", Vizeadmiral Friedrich Hüffmeier, zu einem Abenteuer, über dessen Initiatoren und deutsche Beteiligte der Franzose Mordal heute urteilt: "Man kann vor ihnen nur den Hut ziehen". 

Zur moralischen Wiederaufrüstung seiner Soldaten - Hüffmeier später: damit "die Truppe wieder glaubte, dass sie geführt wurde" - und um von den Ladungen der fast täglich vor den Augen der deutschen Beobachter vorbeiziehenden Geleitzüge zu partizipieren, befahl Hüffmeier ein Kommandounternehmen auf den nur wenig gesicherten Nachschubhafen Granville, der auch glückte und einige Amerikanische Gefangene und einen Frachter Kohle aufbrachte.

Doch am Ende wurde die Versorgungslage immer schwieriger und die Vorräte mussten rationiert werden, ja sogar von der Bevölkerung wurden nun die allerletzten Vorräte und Bestände beschlagnahmt, auch das Saatgut wurde nun konfisziert. Nur so konnten die deutschen Besatzer trotz sehr großer Ausfälle an Erkrankten und Toten, bis zum Kriegsende überleben! Denn die Besatzer konnten mit ihren nächtlichen Versorgungflügen keine nennenswerten Versorgungsgüter mehr einfliegen.

Die Bevölkerung wurde von England aus in monatlich Zyklen von dem Rot Kreuz Schiff Vega versorgt! 

Auch die Kommunikation zwischen dem Vereinigten Königreich und Insulaner wurde stark in Mitleidenschaft gezogen, kam aber nicht völlig zum Erliegen, dank dem Rot-Kreuz-Post-Message-System, das während des Krieges betrieben wurde. Diejenigen, die mit Freunden oder Verwandten auf den Inseln kommunizieren wollten,  konnten zehn Wörter - und später 25-Wörter an Nachrichten, mit einem Kostenaufwand von Six Pence für eine Nachricht senden. Sie wurden zensiert und der Inhalt konnte sich nur auf familiären Angelegenheiten beziehen. Sie gingen per Luftpost nach Genf, wo sie bearbeitet wurden durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Eine Rückantwort konnte Monate dauern!

 



Eine  Steuermarke aus der deutschen Besetzungszeit der Kanalinseln, 
von der Abteilung wesentlicher Gebrauchsgüter, aus dem Departement ST. HELIER 
und hier für die Erlaubnis, 150 Tabakpflanzen anbauen zu dürfen. 
Die Steuer bezahlt!


Messing viereckig ca. 35 x 35 mm 

 

Inschrift: 
PERMITTED TO GROW 150 TOBACCO PLANTS
REVENUE PAID
STATES DEPT. OF ESSENTIAL COMMODITIES ST. HELIER

Bemerkung: Eine Fälschung dieser Revenues zum Schaden des Fiskus, wie bei den Briefmarken, 
die hat es hierbei wohl ganz sicher nicht gegeben!

 

  

Eine  Steuermarke aus der deutschen Besetzungszeit der Kanalinseln, 
von dem staatlichen Nahrungsmittelcontrollspeicher von ST. HELIER 
und hier für die Erlaubnis 1 cwt  Weizen anzubauen u. auch verkaufen zu dürfen. 
Steuer bezahlt!

 

Kupfer viereckig ca. 35 x 35 mm 

 

Inschrift:
PERMITTED TO GROW AND SELL 1 CWT OF UNGROUND WHEAT
REVENUE PAID
STATES FOOD CONTROL STORE ST. HELIER

 

 
 

Die Rote Kreuz Versorgung der Channel Islands 

Im Februar 1942 richtete die Joint War Organisation des britischen Roten Kreuzes und des Orders of St. John (JWO) die Lieferungen von Medikamenten, Schmerzmitteln, medizinische Ausrüstungen für die Kanalinseln ein. Eine große Sendung wurde über die IKRK versandet und erreichte die Insel im Juli 1942. Eine weitere Lieferung von medizinischer Versorgung im Oktober und November 1943 wurden auf der Grundlagen von Listen der Ärzte von Jersey und Guernsey durchgeführt. Im Dezember 1943 wurden 100000 Einheiten Insulin in Guernsey angelandet. Im Juli 1944 wurde eine Lieferung Vitamin D für alle Kinder auf die Insel via Genf gesendet. 

Mit Landung der Alliierten in der Normandie waren schlagartig alle Lebensmittel und sonstige Versorgung von Frankreich aus zu den Inseln abgeschnitten. Da die Versorgung und die Gesundheit der Insulaner immer schlechter wurde, gab es ein Memorandum der Verwaltungen der Kanalinseln an den Befehlshaber der deutschen Truppen, dass es ja die Pflicht der Besatzungsmacht sei, gut für die Bevölkerung zu sorgen! Deshalb erlaubten es die deutschen Behörden im November 1944 eine Nachricht an die britische Regierung zu senden, indem die Versorgungslage der Bevölkerung dargelegt werden konnte! 
Das britische Innenministerium erteilte mit dem Schreiben dem JWO bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, um den Inselbewohnern zu helfen. Man wollte Lebensmittelpakete an die britischen Inselbewohner versenden, aber an die deutsche Besatzungsmacht ja nicht. Nur dass die schon längst mehr Kohldampf schoben als die Inselbevölkerung wurde nicht berücksichtigt! So sollte das Internationale Rote Kreuz die  Lieferung und Verteilung der Pakete übernehmen. Am Ende stimmte die deutsche Regierung dieser Lieferungen der Lebensmittelpakete durch das Rote Kreuz zu! Man ging davon aus, etwa 30.0000 Lebensmittelpakete und 100.000 Pakete für Kranke zu den Inseln in 4- 6 Wochen anlanden zu können. 
Die JWO hatte mehrere Schiffe zur Verfügung um den Transport von Lissabon nach Marseille und weiter zu den Kanalinseln durchzuführen. Die Organisation wählte das Schiff „VEGA“ aus. Der Vogtei- Amtmann von Jersey ließ in der The Evening Post an die deutschen militärischen Stellen verbreiten, daß das Rote Kreuz Schiff, die Vega, Lissabon verlassen würde um die Hilfsgüter nach den Kanalinseln zu bringen um am Ende die Post auch der Internierten auf den Inseln wieder mit zurück zu nehmen. 

Das Schiff verließ Lissabon am 20. Dezember. Am 27. Dezember 1944 landete die Vega auf Guernsey und am 27. Dezember auf Jersey an. 

119.792 Lebensmittelpakete, 4200 Nahrungsergänzungsmittel- Pakete für Kranke, 5,2 Tonnen Salz und 4 Tonnen Seife, 96.000 Zigaretten, sowie etliche Kubikmeter medizinische und Chirurgische Versorgung konnten auch angelandet werden, ebenso Kleider für Kinder und Babys. 
Eine Sammlung im Commonwealth brachte 108.592 Lebensmittel- Pakete aus Kanada, 11.200 Lebensmittel- Pakete aus Neuseeland. Zigaretten aus Neuseelands Beständen und auch weiteres Salz war von einem portugiesischen Spender kostenlos bereit gestellt worden.

Medizinisch- und Chirurgische Artikel kamen aus dem Innenministerium, Kleidung wurde von der britischen Botschaft in Lissabon gesammelt. Zwei International Rote Kreuz Mitarbeiter fuhren mit der nächsten Versorgungsfahrt mit, und koordinierte die Verteilung der angelandete Lieferung in Jersey im Hafen von ST. Helier. 

Jede Person erhielt ein Essenspaket pro Monat. Nur so konnte eine Unterernährung der Inselbewohner noch rechtzeitig vermieden werden! Die Menschen auf den Inseln spendeten aus Dankbarkeit für die Hilfe an das Rote Kreuz. 

Im Laufe der Zeit wurden weitere 600.000 Lebensmittel-Pakete gesandt, aber darunter war keines für die deutschen Besatzer! Die hungerten weiterhin und es kam sogar zu Überfällen von deutschen Landsern auf die Zivilbevölkerung nur wegen dieser Mangelernährung der Besatzer.

1945 kam die Vega noch 5 mal zu den Kanalinseln und landete  weitere Lebensmittelpakete, Medizinische Versorgung, Unterrichtsmaterial für Schulen, Spielzeug für die Kinder, Bücher, Seife und Toilettenartikel an. Die nahm jedesmal wieder Post bzw. weitere  Nachrichten an.

Am 9. Mai war der Krieg zu Ende und die Kanalinseln wurden befreit. 

Die sechste und letzte Versorgungsfahrt der Vega brachte 200.000 Lebensmittel Pakete an Land, 118 Bund medizinische Versorgungsgüter, 23 Röntgengeräte, 721,5 ton. Mehl, 1,75 ton. Hefe, 38 ton. Zucker, 26 ton. Seife, 1888 Dosen Kekse, 52 Ballen Kleidung, 163 Ballen Stiefel und Schuhe, 155 Fässer mit Parafin, 71 Barrel Diesel- Öl, 10 Paletten Honig, 150 Säcke Salz und etliche Ballen an Kleidung. 

Insgesamt wurden von dem Rote Kreuz Schiff Vega 456.264 Lebensmittel Pakete überbracht, sowie auch 22.200 Nahrungsergänzungsmittel Pakete.  

 

 

GUERNSEY, Internationales Rotes Kreuz Paketmarke. 

Zink im Durchmesser von 33 mm 

 


Inschrift: 
INTERNATIONAL RED CROSS PARCEL
GUERNSEY CHANNEL ISLANDS


  

 

ST. PETERS PORT Marke für 1 Pint Milch maximal.


Kupfer vermessingt, sechseckig, ca. 39 x 28 mm



Inschrift:
ISSUED  ST. PETERS. PORT
FREE MILK
ONE PINT  MAX

  

 



 

Quellen: 

- Wikipedia und Heft 50, Kanalinseln Deutsche Besetzung 1940 – 1945 aus der Schriftenreihe Neues Handbuch der Briefmarkenkunde. 

Und die Revenues stammen ... woher wohl?

- Natürlich von Gunter Wagner Filderstadt, dem Fiskalphilatelie- Archiv und Fiskalmaterial- Fundus schlechthin  - und das aus der ganzen Welt!

Es bleibt noch soviel unbekanntes Material zum Aufzeigen, daß ich manchmal gar nicht weiß, 
womit ich anfangen und womit aufhören soll! 



www.stempelpapier.de