So geht es weiter mit der Fiskalphilatelie in Deutschland: 
Nach den Gerichtskostenmarken  kommen nun die Gebührenlabels en masse,
ähnlich wie im Postwesen!

 

Ein Gerichtskostenfreistempler ist ein Gerät, das einen Stempel auf Dokumente anbringt, die bei einem Gericht eingereicht werden und für deren Bearbeitung Gerichtskosten (Gebühren und Auslagen) anfallen. Der Freistempler wird mit einem an die Justizkasse im Voraus zu entrichtenden Betrag „aufgeladen“. Mit der Stempelung wird dann der als Kostenvorschuss zu entrichtende Betrag auf dem Dokument, beispielsweise einer Klageschrift, ausgewiesen. Von dem Betrag, mit dem der Freistempler aufgeladen wurde, wird der aktuell gestempelte Betrag abgezogen. Die Höhe eines zu leistenden Kostenvorschusses ergibt sich aus verschiedenen Normen, zum Beispiel dem Gerichtskostengesetz. 

Die Summe aller aufgelaufenen Stempelungen ist zeitnah, in der Regel monatlich, mit der Gerichtskasse abzurechnen.

Der Gerichtskostenfreistempler ersetzt den Umgang mit Gerichtskostenmarken, die vorab in bar bei der Gerichtskasse erworben werden müssten. Für Institutionen mit einem regelmäßigen Anfall an Gerichtskosten (zum Beispiel Anwaltskanzeleien) stellt die Verwendung des Stemplers eine Arbeitsvereinfachung dar und führt unter Umständen zu einer Beschleunigung des Verfahrens.

 

 

 Sog. Freistempler Marken aus Essen und Frankfurt am Main





 

 
 

Selbst erstelltes Informationsblatt  für den Publikumsverkehr?

 

 

Nach der Außerkurssetzung der Gerichtskosten- Stempelmarken im Bundesland Schleswig-Holstein war man auf sog. Gerichtskosten- Freistempler angewiesen!

 

 

 

Und trotz allem, Manipulation kommt vor!

 

 

Ein über Kreuz Sicherheitsperforierter und als Anschauungsmaterial erstellter  Gerichtskostenstempler- Nullbuchungsbeleg der Firma Ascom vom 04.10.2003. 
Dieser ungültig und ohne Nutzen, da der auch nicht bei der Gerichtskasse gebucht worden ist.

Dieser Beleg ist hier nun auf 5000 Euro mit nur einer übergeklebten Zahl „5“ von einem 5 Cent Gerichtskostenstempler Beleg, der bei der Gerichtskasse gebucht 
wurde, manipuliert!
Gerichtszahlstelle Lübeck, Belegnummer/Zählnummer: C 500257 Gerichtskosten bezahlt!

Diese Stempelausdrucke, einmal aufgeklebt, verschmelzen nach ca. einer halbe Stunde mit dem Untergrund und können danach nicht wieder abgelöst bzw. wieder und weiterverwendet werden!

 

   


Hier ein unbenutzter Doppelaufkleber der Firma "FRAMA", 
der aber beim Amtsgericht Lübeck nie benutzt wurden, weil ihm markante Sicherheitsmerkmale fehlen,
wie das der Fall bei oben gezeigten Beleg der Firma Ascom ist! 

 

 



Schleswig-Holstein Landes-Siegel.  
Diese Siegel stammen aus dem Gerichtskosten- Stempler der Fa. Francotyp Postalia.

 

 

Mit Post hat das alles nix zu tun, obwohl der Landes-Siegel-Stempler von der Firma „Francotyp Postalia“
ja das Wort  „Postalia“ beinhaltet!


Aber mit Fiskal- Philatelie hat das schon zu tun!

 

 

Quellen: 

Belege aus dem Fundus Gunter Wagner Filderstadt ... aus welchem Fundus sonst? 
Es scheint ja nur diesen einen für die deutsche Fiskalphilatelie zu geben!

Deshalb: Ihr anderen Sammler (oder Horter) der deutschen Fiskalphilatelie wacht auf und bringt Eure Belege endlich ans Tageslicht!
 

www.stempelpapier.de