Fiskalmarken aus der Kontrollratszeit ab 1945 
bis zur Währungsreform1949 
und Gründung der Bundesrepublik Deutschland, sowie darüber hinaus

Teil 2

 

 Die Französischen Besatzungszonen „Baden“, „Württemberg-Hohenzollern“ und „Rheinland-Pfalz“ 

Als Französische Besatzungszone bezeichnet man das Teilgebiet Deutschlands, das nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von Frankreich als einer der Siegermächte besetzt wurde.
 

Zur französischen Besatzungszone gehörten die ehemalige preußische Rheinprovinz (nur der Südteil), die preußische Provinz Hohenzollern, mit dem Südteil Württembergs zu Württemberg-Hohenzollern fusioniert, der Südteil des Freistaates Baden, die bayerische Pfalz, der linksrheinische Teil Rheinhessens und der Landkreis Lindau (Bodensee). Ferner gab es in Berlin einen französischen Sektor neben den Sektoren der USA, Großbritanniens und der Sowjetunion. 

  
Gebiet

Die Französische Besatzungszone in Deutschland (eine der drei Westzonen, jedoch auch für sich alleine Westzone genannt) ging aus Teilen der amerikanischen und britischen Besatzungszonen hervor, in die Deutschland nach dem Sieg von den alliierten Siegermächten eingeteilt worden waren. Sie wurde gemäß den Beschlüssen der Potsdamer Konferenz am 15. Juli 1945 von den beiden anderen Alliierten übernommen.
Aus dieser Zone bildete die französische Militärregierung 1945 bzw.1946 die Länder Baden, Württemberg-Hohenzollern und Rheinland-Pfalz sowie das Saarland, das bereits im Februar 1946 aus der französischen Besatzungszone ausgegliedert und als Protektorat einem Sonderregime unterstellt wurde mit dem Ziel, es an Frankreich anzugliedern. 
Am 23. Mai 1949 wurden die Länder Rheinland-Pfalz, Baden und Württemberg-Hohenzollern Bestandteil der Bundesrepublik Deutschland. 
Bereits 1952 fusionierten die Länder Baden und Württemberg-Hohenzollern mit dem von der amerikanischen Militärregierung gebildeten Land Württemberg-Baden zum Land Baden-Württemberg. 
Das Saarland trat erst 1957, nach Ablehnung des Saarstatuts in einer 1955 durchgeführten Volksabstimmung, der Bundesrepublik Deutschland bei.

Zur französischen Besatzungszone gehörte außerdem der Landkreis Lindau. Dieser diente als Verbindungskorridor zur französisch besetzten Zone im Westen Österreichs. Die Wiedereingliederung des Landkreises nach Bayern erfolgte am 1. September 1955.
  
  
Der französische Sektor
 
 
Kostenmarken für den „Strassen Verkehr“ 
aus der Französischen Besatzungszone „Baden“
  
Kosten Marke Strassen- Verkehr
 „Reichsmark“ Währung.
   
   
Kostenmarken für das „Badische Ministerium der Finanzen“ 
aus der Französischen Besatzungszone „Baden“
  
Kosten Marke „Bad. Ministerium Der Finanzen“,
über  2 DM = Deutsche Mark
  
Alles nur Massenware, die in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vorliegt!
   
  
Gerichtskostenmarke aus dem Französischen Besatzungsdistrikt 
für die Stadt „Karlsruhe“, 

- wie ich meine, ein sehr, sehr seltenes Nachkriegs- Provisorium!
  
Gerichts- Kosten Marke“ KARLSRUHE“ von 1946 über 10 Reichpfennig,
Überdruck der neuen Währung in rot: „Deutsche Pfennig“.
Erler merkt an: Ausgabe von 1946 mit rotem Überdruck Deutsche Pfennige?, bzw. Deutsche Mark, 
alte Jahreszahl rot durchbalkt?
Und das trifft hier nicht zu!
 Neu aufgefunden und bisher Unikat - auch im Erler nicht gelistet!
    
In Solingen, dem ungekrönten Zentrum der Fiskalphilatelie Deutschlands,
 liegen diese Marken natürlich schon zu Hunderten rum  - und deshalb sind die Bezeichnungen 
„Neu aufgefunden" oder gar "Unikat"  für die Solinger selbstverständlich fehl am Platze! 
  
Die haben alles, kennen alles, wissen alles, 
aber meistens eben nur alles besser als andere, Punkt!
  
  
Gerichtskostenmarken aus der Französischen Besatzungszone „Baden“
  
Jahr 1946, Gerichtskostenmarken aus „BADEN“, entwertet in 1947,
Währung in „Reichsmark“
Erler listet diese Marken erst gar nicht, also unbekannt!
Liegen in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vor,
wurden aber bedauerlicherweise noch nie aufgezeigt!
  
Jahr 1948, Gerichts- Kosten Marke „BADEN“,
über 12 + 10 Rpf. (Reichspfennig), Wert schwarz durchbalkt!
Neue Währung darunter gesetzt in kursiv Schrift „Dpf.“ (Deutsche Pfennig).
Auch diese Gerichts- Kosten- Marken sind im Erler unbekannt!
  
Alles nur Massenware, die in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vorliegt!
   
Jahr 1948, Gerichts- Kosten Marke „BADEN“, 
über 3 DM für Deutsche Mark.
Entwertet im Jahr 1950!
Erler unbekannt!
  
Liegt in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vor!
    
Was scheren die Fiskalphilatelie Deutschlands schon Neue Funde und Meldungen 
aus der fiskalischen Sammlerschaft ... -  ist denen ja ehhh alles schon bekannt! 
Nur Erler hat vergessen, die zu listen, und Wolfgang Morscheck II lebt ja in einer anderen Welt!
   
   
Gebührenmarken aus der Französischen Besatzungszone 
„Württemberg- Hohenzollern“
  
Gebührenmarken in der Währung „Pfennig“ und „DM“ (Deutsche Mark).
Der Überdruck „DM“ in rot auf einer 1 DM Marke, die DM 0,50 in orange ohne violettem Handstempel Aufdruck und sogar die 5 Pfennig Marke oben
sind alle im Erler unbekannt!
  
Für die Fiskalphilatelie Deutschlands alles oller Kaffee!  Liegen diese dort doch schon zu Hunderten vor!
  
  
Gebührenmarken aus der Französischen Besatzungszone „Saarland“
   
Das Saarland wurde bereits im Februar 1946 aus der französischen Besatzungszone ausgegliedert und als Protektorat einem Sonderregime unterstellt mit dem Ziel, es an Frankreich anzugliedern.
Am 23. Mai 1949 wurden die Länder Rheinland-Pfalz, Baden und Württemberg-Hohenzollern Bestandteil der Bundesrepublik Deutschland. Bereits 1952 fusionierten die Länder Baden und Württemberg-Hohenzollern mit dem von der amerikanischen Militärregierung gebildeten Land Württemberg-Baden zum Land Baden-Württemberg. 
Das Saarland trat erst 1957, nach Ablehnung des Saarstatuts in einer 1955 durchgeführten Volksabstimmung, der Bundesrepublik Deutschland bei.
   
   
Ab 1950 Aufdruck: „Regierung des Saarlandes“ „Gebührenmarke Justiz“
Wert ausgeschrieben: „zwei Franken, drei Franken, einhundert Franken“.
   
„zweitausend Franken“ und die „fünftausend Franken“
  
Ca. 1960, Aufdruck „SAARLAND“ Währung in deutsche Mark.
Erler nicht gelistet, diese liegen aber in der deutschen Fiskalphilatelie schon zu Hunderten rum! 
   
   
Gebührenmarken aus der Französischen Besatzungszone Rheinland- Pfalz
  
Erler listet diese Ausgaben,
aber es sind Gerichts- Kosten- Marken von 1950 (siehe Überdruck)
für die Landesregierung Rheinland Pfalz über 3 und 1 Deutsche Mark
  
  
Gebührenmarken aus der Sowjetischen Besatzungszone (DDR)
  
Zur sowjetischen Besatzungszone wurden die preußische Provinz Brandenburg, das Land Mecklenburg ohne Randgebiete bei Ratzeburg unter Einschluss Vorpommerns, das aus der Provinz Sachsen und dem Freistaat Anhalt gebildete Land Sachsen-Anhalt, die Freistaaten Sachsen und Thüringen sowie das Amt Neuhaus, der hessische Landkreis Herrschaft Schmalkalden und der Ostteil des Landkreises Blankenburg zusammengefasst.

Durch die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen war der preußische Staat zerrissen worden und hatte faktisch aufgehört zu bestehen. 

Am 25. Juli 1947 wurde er durch den Alliierten Kontrollrat durch das Kontrollratsgesetz Nr. 46 auch staatsrechtlich aufgelöst.

Die inmitten der sowjetischen Zone gelegene, jedoch nicht zu ihr gehörende ehemalige Reichshauptstadt Berlin wurde zur koordinierten Verwaltung und Kontrolle Deutschlands in vier Sektoren aufgeteilt, in denen die Oberbefehlshaber der vier Besatzungsmächte ihren Sitz hatten.
  
  
    
    
1951, allgemeine Ausgabe für die DDR, 
Erler # H1und H2 
 Alles nur Massenware, die in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vorliegt!
   
Erler # H3, H4 und H5
   
Erler # H6 und H7
  
Erler # H8 und H9
  
Erler # H10 und H11
   
   
Gebührenmarken aus dem gemeinsamen Westsektor Berlin
  
Viersektorenstadt

Die Oberbefehlshaber der vier Verbündeten am 5. Juni 1945 in Berlin waren: 
Bernard Montgomery, Dwight D. Eisenhower, Georgi Konstantinowitsch Schukow und Jean de Lattre de Tassigny. 

Die Städte Berlin und Wien wurden 1945 analog zu den vier Besatzungszonen im übrigen Deutschland sowie Österreich in jeweils vier Sektoren aufgeteilt.

Berlin wurde als Hauptstadt des Deutschen Reiches 1945 auf Beschluss der Konferenz von Jalta von den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs in vier Sektoren aufgeteilt, die von den vier Besatzungsmächten USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich kontrolliert wurden. 
Die Alliierte Kommandantur, das entsprechende Gremium für die Viersektorenstadt, war dem Alliierten Kontrollrat unterstellt. 
Ebenso geschah es mit Wien als Hauptstadt des am 13. März 1938 an das Deutsche Reich angeschlossenen Österreichs (Ostmark).
 Aufteilung Berlins
Die vier Sektoren Berlins


Verlauf der Berliner Mauer mit den vier Sektoren:
Den Bewohnern der West-Sektoren (die westlichen Sektoren wurden von Frankreich, Großbritannien und den USA verwaltet) wurde 1952 das Betreten des Umlandes (SBZ/DDR) verboten, die Stadtgrenze wurde mit Stacheldrahtzäunen abgesperrt. Der Wechsel zwischen den Sektoren war jedoch noch weitgehend ungehindert möglich bis zur physischen Zementierung der Teilung der Stadt in West-Berlin (Westsektoren) und Ost-Berlin (sowjetischer Sektor) durch den Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961. Im Jahr 1971 wurde das viele praktische Fragen regelnde Viermächteabkommen über Berlin abgeschlossen. Die Sektoren existierten bis zum Vorabend der Deutschen Wiedervereinigung, also bis zum 2. Oktober 1990.  
 
Die ursprüngliche Gliederung der vier Sektoren 

Der französische Sektor bestand aus den Bezirken Wedding und Reinickendorf. 
Der sowjetische Sektor umfasste Pankow, Weißensee, Prenzlauer Berg, Mitte, Friedrichshain, Lichtenberg, Köpenick und Treptow. 
Der amerikanische Sektor unterteilte sich in Neukölln, Kreuzberg, Tempelhof, Schöneberg, Steglitz und Zehlendorf. 
Der britische Sektor bestand aus den Bezirken Charlottenburg, Spandau, Tiergarten und Wilmersdorf.

Die Bezirke Marzahn, Hellersdorf und Hohenschönhausen, die sich auch auf den abgebildeten Karten wiederfinden, sind erst ab 1979 durch Veränderungen der Bezirksgrenzen in Ost-Berlin entstanden. 
Nach alliiertem Recht hätte dies einer Zustimmung der Alliierten, also auch der Westalliierten bedurft, die es tatsächlich nicht gab; die DDR handelte insofern mit Rückendeckung der Sowjetunion eigenmächtig.
  
   
  
Kammergericht Berlin, Gerichtskostenmarke
Erler # 23, 24, 25
Erler # 26, 27, 28
Erler # 30, 31
   
Erler # 32
 
Alles nur kalter Kaffee, diese Marken liegen zu tausenden in Solingen rum!
  
  
Rentenversicherungsmarken für Berlin
  
Berliner Renten- Versicherungswesen 1947. Erler von oben und von links 
# 31, 25, 34, 27, 37, 22, 38, 33. 22, 33, 29, 33, 28, 33, 23
  
V A B = Versicherungs- Anstalt Berlin
Erler # 32, 26, 33, 22, 32, 29, 33, 22, 33, 25
  
Auch hier erübrigt sich ein Aufzeigen, weiß doch jeder Bescheid,
vor allem Solingen hat davon tausende inner Ecke rumliegen!
   
   
   
Allgemeine Gebührenmarken der Gemeinde und Städte 
aus den verschiedenen Besatzungszonen
  
Schätzungsgebühren Marken 1947, wohl aus dem Osnabrücker Raum!
  
Alles nur Massenware, die in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vorliegt.
 Und daß Erler die nicht gelistet hat, heißt noch gar nichts!
So hat doch Solingen hiervon massenweise in allen Ecken rumliegen!
  
Allgemeine Gemeindegebührenmarken aus verschieden Besatzungszonen 1946 – 1949
  
Liegen in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vor, 
nur werden die uns nie gezeigt!
  
Gebührenmarken aus der Hansestadt Hamburg 1948
  
Gebührenmarken aus der Hansestadt Lübeck 1947/48 ohne Überdrucke
   Für mich sehr selten, liegt aber in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vor!
Für mich eine absolut seltene Stempelmarke! Überdruck „DM“ 
Im Erler nicht gelistet, liegt aber in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vor!
  
Auch sehr selten aufzufinden!  Überdruck „DM“
Im Erler nicht gelistet, aber in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zum Abwinken bekannt!
  
  
Verwaltungsgebühr aus der Stadt Soest für eine Bescheinigung 
vom Entnazifizierungshauptausschuss 1947
 
Erler nicht gelistet, löst bei der Fiskalphilatelie Deutschlands nur ein müdes Gähnen aus!
    
Weitere Gebührenmarken mit „RM“ = „Reichsmark“, aus der Stadt Soest von 1947
 
Erler nicht gelistet, in der Fiskalphilatelie Deutschlands sicher schon längst bekannt 
und auch zu Hunderten aufzufinden!
Einer Bescheinigung vom Entnazifizierungshauptausschuss.
Und wenn das jeder Deutscher über sich ergehen lassen musste, 
da kam schon etwas in Gemeinde- bzw. Städtekassen!
  
Gebührenmarken aus der Stadt Stuttgart 1946/47/48/49
Erler # 26, 29,
  
Stadt Ludwigsburg 1946
  
Stadtgemeinde Gebührenmarke über 1 RM (Reichsmark)
  
Stadt Ludwigsburg 1946
    
Gebühren- und Wertmarke entwertet 1946 und auch noch nicht geschwärzt. 
Währung Reichsmark und Reichpfennig
  
Stadt Ludwigsburg 1946 mit zusammengeklaubte Gebührenmarken in der alten Reichswährung
  
Murrhardt 1949, Stadt Heilbronn
   
   


Zum Schluß noch einige eigene Anmerkungen zum desolaten Zustand der Deutschen Fiskalphilatelie:

Warum zeige ich diese Stempelmarken hier überhaupt auf, und dazu noch in Farbe?
Warum diese ganze Arbeit und all die Kosten?

Weil die erwählte Spitze der deutschen Fiskalphilatelie lieber gnädig vom Großkotzhocker auf das sehr überschaubare Sammlervolk herunterlabert, anstatt unser gemeinsames Hobby mal richtig bekannt zu machen, und wär's auch nur in schwarz-weiß!

Was nützen 2,5 Millionen Stempelmarken, wenn man davon keine einzige ans Tageslicht schafft?

Das ist ja wie bei Forbin im Jahr 1908: vor über 100 Jahren schon gemeldet, aber bis heuer nie aufgefunden oder gar aufgezeigt!  Und daran wird sich vermutlich auch zukünftig nichts ändern!

Na ja, warten wir halt noch weitere hundert Jahre auf diesen Sammler und sind gespannt auf seine Sicht der Fiskalphilatelie!
 
  



 

 

Quellen: 

- Wikipedia 
- und das Maß aller Marken und Belege, nämlich der Fundus Gunter Wagner Filderstadt, 
vielen Dank fürs Herzeigen.

Dies muß man um so mehr schätzen, weil andere Fiskalsammler so gut wie nichts herzeigen; 
die ergehen sich lieber in sichselbstbeweihräuchernde Statements (ich nenne das schlichtweg Palaver!).
Und die wollen uns auch noch erzählen, wo es lang geht in und mit der Deutschen Fiskal- Philatelie!


www.stempelpapier.de