Fiskalmarken aus der Kontrollratszeit ab 1945 bis zur Währungsreform1949 und Gründung der Bundesrepublik Deutschland, sowie darüber hinaus

 

Der Alliierte Kontrollrat wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von den Besatzungsmächten als höchste Regierungsgewalt in Deutschland eingesetzt. Die Alliierte Kommandantur, das entsprechende Gremium für die Viersektorenstadt Berlin, war dem Alliierten Kontrollrat unterstellt.
  
  
Vorgeschichte

Die Hauptalliierten hatten sich, beginnend mit der Konferenz von Teheran, mehrfach auf unterschiedlicher Ebene getroffen, um eine Einigung über das Vorgehen für die Zeit nach dem Sieg über das nationalsozialistische Deutsche Reich zu erzielen. So hatte die Konferenz von Casablanca die Forderung nach einer bedingungslosen Kapitulation erhoben und die Konferenz von Jalta eine Einteilung in Besatzungszonen sowie eine koordinierte Verwaltung und Kontrolle durch eine Zentrale Kontrollkommission beschlossen. Nach dem militärischen Zusammenbruch und dem Inkrafttreten der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 wurde am 23. Mai im Sonderbereich Mürwik die Geschäftsführende Reichsregierung unter Karl Dönitz und Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk verhaftet.

Für Deutschland übernahmen die Siegermächte am 5. Juni mit der Berliner Erklärung offiziell die oberste Regierungsgewalt in Deutschland in seinen Grenzen vom 31. Dezember 1937 und stellten Kontrollverfahren sowie die vier Besatzungszonen beziehungsweise für Berlin die vier Sektoren fest. 
Die Festlegung der endgültigen Grenzen Deutschlands jedoch sollte ebenso wie die Fixierung seiner Rechtsstellung Sache einer späteren Friedensregelung sein. (Zu dieser kam es nie, da sie durch den Zwei-plus-Vier-Vertrag obsolet wurde.)

Für Österreich, wo die Vorstände der (wieder)entstandenen Parteien SPÖ, ÖVP und KPÖ am 27. April in einer gemeinsamen Proklamation über die Selbständigkeit Österreichs in Berufung auf die Moskauer Deklaration den Anschluss für nichtig und Österreich für unabhängig erklärt sowie eine provisorische Staatsregierung gebildet hatten, wurde am 4. Juli ein entsprechendes Abkommen über die Alliierte Kontrolle unterzeichnet.
   
   
Konstituierung

Gemäß dem festgestellten Kontrollverfahren, das sich an dem bereits am 14. November 1944 unterzeichneten Abkommen über Kontrolleinrichtungen in Deutschland orientierte und im Sommer 1945 auf der Potsdamer Konferenz bestätigt wurde, sollte die oberste Regierungsgewalt sowohl innerhalb der Besatzungszonen als auch Deutschlands als Ganzes durch die Oberbefehlshaber der Vier Mächte ausgeübt werden. Entsprechend waren diese die Repräsentanten der vier Siegermächte im Alliierten Kontrollrat: Marschall Schukow für die Sowjetunion, General Eisenhower für die USA, Feldmarschall Montgomery für Großbritannien und General de Lattre de Tassigny für Frankreich.

Der Alliierte Kontrollrat hatte seinen Sitz im Gebäude des preußischen Kammergerichts am Kleistpark in Berlin-Schöneberg, das zeitweise vom Volksgerichtshof genutzt worden war. Er musste im Konsens, also einstimmig, entscheiden und sollte eine gemeinsame Politik in Bezug auf ganz Deutschland, die wirtschaftliche Einheit und die Zukunft Deutschlands sicherstellen, während jede der Mächte für die Verwaltung ihrer jeweiligen Besatzungszone vollkommen eigenverantwortlich handelte.

Am 30. Juli 1945 – am Rande der Potsdamer Konferenz – trat der Alliierte Kontrollrat zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. Die Geschäftsordnung sah vor, dass alle zehn Tage (also dreimal im Monat) eine Plenarsitzung stattfinden und in der Zwischenzeit ein Koordinierungsausschuss die Sitzungen vorbereiten sollte.
  
  
Koordinierungsausschuss und Direktorien

Der Koordinierungsausschuss setze sich zunächst aus Lucius D. Clay für die USA, Wassili Sokolowski für die UdSSR, Brian H. Robertson für Großbritannien und Louis M. Koeltz für Frankreich zusammen. Dazu schuf sich das Vierer-Organ einen Mitarbeiterstab aus zwölf Direktorien unterhalb des Koordinierungsausschusses, die für Fachbereiche wie Wirtschaft, Arbeit, Verkehr, Recht, Kultur, Volksbildung zuständig wurden. Die Leitungsgremien wurden von jeweils vier Direktoren geführt, die einander im Turnus abwechselten. Ein Wechsel des Vorsitzes auf allen Ebenen des Kontrollrates war monatlich vorgesehen und wurde auch durchgehend eingehalten.
   
  
   
  
Proklamationen und Gesetze

Proklamation Nr. 1 von General Eisenhower an das deutsche Volk, März 1945

In der Kontrollratsdirektive Nr. 10 vom 22. September 1945 beschreibt der Kontrollrat die Bedeutung der unterschiedlichen Begriffe seiner Gesetzgebung für das besetzte Deutschland folgendermaßen:
1. verwendet werden „folgende Formen:
a) Durch Proklamationen, die Angelegenheiten von besonderer Wichtigkeit für die
Besatzungsmächte oder das deutsche Volk verkünden.
b) Durch Gesetze, die zur allgemeingültigen Anwendung erlassen werden, soweit sie
nicht anderes ausdrücklich bestimmen. 
c) Durch Befehle, falls der Kontrollrat Forderungen an Deutschland zu stellen hat,
und diese nicht in Form eines Gesetzes erfolgen. 
d) Durch Direktiven für die Bekanntmachung der allgemeinen Absichten oder
Entscheidungen des Kontrollrates in verwaltungstechnischen Angelegenheiten
e) Durch Instruktionen, falls der Kontrollrat unmittelbare Forderungen an eine
besondere Behörde zu stellen hat.“ 

Des Weiteren gab es Ausführungsbestimmungen unter dem Begriff 
„…-Verordnungen“.
Im Abschnitt 2. heißt es dort zur Ausfertigung der Urkunden:
a) „Proklamationen und Gesetze werden von den Mitgliedern des Kontrollrates
unterzeichnet.
b) Befehle werden von den Mitgliedern des Kontrollrates oder des
Koordinationsauschusses unterzeichnet.
c) Direktiven und Instruktionen werden von den Mitgliedern des
Koordinationsausschusses unterzeichnet. 
d) In Abwesenheit eines Mitglieds des Kontrollrates oder des
Koordinationsausschusses kann sein Stellvertreter für ihn unterzeichnen.“ 
     
   
Die Tätigkeit in Deutschland

Der Alliierte Kontrollrat beschloss in über 80 Sitzungen bis 1948 Proklamationen, Gesetze, Verordnungen und Direktiven für das besetzte Land. Nachdem die Potsdamer Konferenz die Aufgaben des Kontrollrats formalisiert und die Grenzen abgesteckt hatte, trat er am 30. August 1945 erneut zusammen. 
Die ersten beiden Kontrollratsgesetze betrafen die Aufhebung von NS-Recht und die Auflösung und Liquidierung der NS-Organisationen. Neben vorläufigen Grenzziehungen (zum Beispiel Oder-Neiße-Linie) und einer versuchten Legitimierung von Vertreibungen und Umsiedlungen war insbesondere die wirtschaftliche Entmilitarisierung relevant für die Arbeit des Kontrollrats. Die wirtschaftliche Demilitarisierung, gekoppelt mit Reparationen (in Form des Abbaus und Abtransportes von Industrieanlagen) wurde jedoch von jeder Besatzungsmacht autonom durchgeführt (insbesondere von der Sowjetunion und Frankreich), ohne dass hierzu eine einheitliche Politik des Kontrollrats bestand.

Der wachsende Ost-West-Konflikt zwischen der UdSSR und den Westmächten, etwa im Nahen Osten und in Asien, sowie die Politik der UdSSR, Satellitenstaaten aufzubauen (den so genannten Ostblock), führte zu Misstrauen der Westmächte auch in Bezug auf die sowjetische Politik in Deutschland.

Forderungen der USA im Kontrollrat, die wirtschaftliche Einheit Deutschlands zu bewahren, wurden im Juli 1946 von der UdSSR als Versuch der Einflussnahme zurückgewiesen. Dies stellte de facto das Scheitern des Kontrollrates dar.

Daraufhin begannen die USA und Großbritannien, die wirtschaftliche Einheit zwischen ihren Zonen durch die Einrichtung der Bizone am 1. Januar 1947 zu forcieren (Frankreich schloss seine Zone erst am 8. April 1949, also kurz vor Gründung der Bundesrepublik Deutschland, an).

Mit dem Kontrollratsgesetz Nr. 46 vom 25. Februar 1947 wurde der Staat Preußen aufgelöst.

Am 20. März 1948 schließlich „vertagte“ die Sowjetunion aus Protest gegen die Londoner Sechsmächtekonferenz den Alliierten Kontrollrat, der seitdem nicht mehr zusammentrat und gescheitert war.
Im Rahmen der sich überstürzenden Ereignisse wurde der Kontrollrat noch ein letztes Mal im Jahr 1990 von Frankreich einberufen. Über den Inhalt der Beratungen ist nichts bekannt.

Mit der Währungsreform in den drei Westzonen in der Nacht vom 20. zum 21. Juni 1948 und der darauf folgenden Währungsreform in der Ostzone sowie der Berlin-Blockade wurde die Spaltung Deutschlands evident.

Als einzige tatsächliche gesamt-alliierte Aufgaben blieben die Flugüberwachung durch die Alliierte Luftsicherheitszentrale (Air Safety Control, seit 1945 bis 1990, auch am Kleistpark) und die Bewachung des unter Vier-Mächte-Verwaltung gestellten Kriegsverbrechergefängnisses Berlin-Spandau, in dem bis 1987 mit Rudolf Heß der letzte der im Nürnberger Hauptkriegsverbrecher-Prozess verurteilten NS-Kriegsverbrecher in Haft saß.
   
   
Nachfolge, Auflösung

Während der folgenden Deutschen Teilung blieb die Souveränität der beiden deutschen Staaten eingeschränkt. Für die Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin war die Alliierte Hohe Kommission, abgekürzt AHK, mit drei Hohen Kommissaren (auch „Hochkommissaren“) von 1949 bis 1955 oberstes Kontrollorgan der drei Westmächte. Diese wurde mit Auflösung des Besatzungsstatuts durch Inkrafttreten der Pariser Verträge 1955 aufgelöst, die Souveränität war durch alliiertes Vorbehaltsrecht weiterhin eingeschränkt.

Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) bis 1949 und die Sowjetische Kontrollkommission (SKK) waren die Überwachungs- und Leitungsinstitution der sowjetischen Besatzungsmacht zur Führung der SBZ beziehungsweise später der Deutschen Demokratischen Republik bis zum 28. Mai 1953. Nach dem Tod Josef Stalins wurde die SKK in die „Hohe Kommission der UdSSR in Deutschland” umgewandelt. Der damalige politische Berater General Tschuikows, Wladimir S. Semjonow (später stellvertretender Außenminister der Sowjetunion), wurde zum Hohen Kommissar ernannt.
   
Der Kontrollrat an sich wurde formal erst mit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten aufgelöst, als 1990/91 durch den Zwei-plus-Vier-Vertrag die vollständige Souveränität Deutschlands hergestellt wurde.
  
  
    
    
Die Britische Besatzungszone

Die Britische Besatzungszone (oder Nordwestzone) war eine der vier Besatzungszonen, in die Deutschland nach der Kapitulation im Mai 1945 von den alliierten Siegermächten eingeteilt wurde. Das Hauptquartier der Briten befand sich in Bad Oeynhausen.

Aus dieser Zone bildete die britische Militärregierung 1945 bzw. 1946 die Länder Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Mit dem Beitritt des bis dahin unabhängigen Landes Lippe im Januar 1947 zum Land Nordrhein-Westfalen war die Bildung der Länder in der britischen Zone abgeschlossen. Diese Länder wurden am 1. Januar 1947 Bestandteil der Bizone, dann der Trizone und schließlich am 23. Mai 1949 Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland.

Zur britischen Zone zählten die ehemaligen preußischen Provinzen Schleswig-Holstein, Hannover (später Niedersachsen) ohne das zum Landkreis Lüneburg gehörende Amt Neuhaus, Westfalen und nördliche Teile der Rheinprovinz (später Nordrhein-Westfalen), die Freie und Hansestadt Hamburg, die Freistaaten Lippe (1947 zu Nordrhein-Westfalen), Braunschweig ohne den Ostteil des Landkreises Blankenburg, Oldenburg und Schaumburg-Lippe (alle 1946 zu Niedersachsen) und zeitweise das heutige Bundesland Freie Hansestadt Bremen, jedoch mit Ausnahme der Stadt Bremen selbst.

Ferner gab es in Berlin einen britischen Sektor neben den Sektoren der USA, Frankreichs und der Sowjetunion.
  
Ab 1946 zogen sich die britischen Besatzungstruppen aus dem Rheinland zurück; sie wurden dort von Einheiten der belgischen Armee abgelöst. Die zivile Verwaltungshoheit blieb jedoch bei den Briten. 

Nach 1949 hielt Belgien jedoch weiterhin einige Ortschaften im Grenzgebiet besetzt und betrachtete sie als zum eigenen Territorium gehörig, die Niederlande machten es ebenso, erst nach Verträgen 1956 (mit Belgien) beziehungsweise 1960 (mit den Niederlanden) erhielt die Bundesrepublik den größten Teil der besetzten Territorien zurück – einzelne Restgebiete verblieben aber bei Belgien bzw. bei den Niederlanden (bspw. Teile von Wyler). Ebenfalls zählten Luxemburg (ein Gebiet zwischen Vianden und Obersgegen), Frankreich (Kehl am Rhein) und Großbritannien (Helgoland) zunächst Gebiete des ehemaligen Deutschen Reiches als zu ihrem Staatsgebiet gehörig. Die Rückgliederung in die Bundesrepublik Deutschland erfolgte ab 1949 (Teilflächen Kehls). 

Bremen, von britischen Truppen erobert, dann von amerikanischen Truppen besetzt, bildete einen Sonderfall: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bremen Hafen der US-Streitkräfte. Das Land Bremen bildete deswegen zeitweise – und zwar bis Dezember 1945 und wieder ab 1. April 1947 (Proklamation Nr. 3 des US-Militärgouverneurs McNarney und Verordnung Nr. 76 der britischen Militärregierung) eine Enklave der US-Besatzungszone innerhalb der britisch besetzten Zone, der es in der Zwischenzeit selbst angehörte; nur die Stadt Bremen selbst blieb ununterbrochen Teil der amerikanischen Zone. Abgesehen von der räumlichen Zuordnung war Bremen de facto sowohl ein Teil der amerikanischen wie der britischen Zone und gehörte sowohl dem Länderrat der amerikanischen Zone wie der „Konferenz der Länder und Provinzen“ der britischen Zone an. 

Am 23. Januar 1947 vereinbarten die britische und amerikanische Militärregierung, rückwirkend zum 1. Januar 1947 aus der Stadt Bremen und der Stadt Wesermünde einschließlich Bremerhaven das Land Bremen zu gründen, das 1949 Bestandteil der Bundesrepublik Deutschland wurde.
  
Ab 1946 zogen sich die britischen Besatzungstruppen aus dem Rheinland zurück; sie wurden dort von Einheiten der belgischen Armee abgelöst. Die zivile Verwaltungshoheit blieb jedoch bei den Briten.

 

Nach 1949 hielt Belgien jedoch weiterhin einige Ortschaften im Grenzgebiet besetzt und betrachtete sie als zum eigenen Territorium gehörig, die Niederlande machten es ebenso, erst nach Verträgen 1956 (mit Belgien) beziehungsweise 1960 (mit den Niederlanden) erhielt die Bundesrepublik den größten Teil der besetzten Territorien zurück – einzelne Restgebiete verblieben aber bei Belgien bzw. bei den Niederlanden (bspw. Teile von Wyler). Ebenfalls zählten Luxemburg (ein Gebiet zwischen Vianden und Obersgegen), Frankreich (Kehl am Rhein) und Großbritannien (Helgoland) zunächst Gebiete des ehemaligen Deutschen Reiches als zu ihrem Staatsgebiet gehörig. Die Rückgliederung in die Bundesrepublik Deutschland erfolgte ab 1949 (Teilflächen Kehls).

 

Bremen, von britischen Truppen erobert, dann von amerikanischen Truppen besetzt, bildete einen Sonderfall: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bremen Hafen der US-Streitkräfte. Das Land Bremen bildete deswegen zeitweise – und zwar bis Dezember 1945 und wieder ab 1. April 1947 (Proklamation Nr. 3 des US-Militärgouverneurs McNarney und Verordnung Nr. 76 der britischen Militärregierung) eine Enklave der US-Besatzungszone innerhalb der britisch besetzten Zone, der es in der Zwischenzeit selbst angehörte; nur die Stadt Bremen selbst blieb ununterbrochen Teil der amerikanischen Zone. Abgesehen von der räumlichen Zuordnung war Bremen de facto sowohl ein Teil der amerikanischen wie der britischen Zone und gehörte sowohl dem Länderrat der amerikanischen Zone wie der „Konferenz der Länder und Provinzen“ der britischen Zone an. 

Am 23. Januar 1947 vereinbarten die britische und amerikanische Militärregierung, rückwirkend zum 1. Januar 1947 aus der Stadt Bremen und der Stadt Wesermünde einschließlich Bremerhaven das Land Bremen zu gründen, das 1949 Bestandteil der Bundesrepublik Deutschland wurde.
  
   
Der Britische Sektor
   
   
Die Gerichtskostenmarken aus der Britischen Besatzungszone der  “North Rhine Region“
  
Rheinprovinz geteilt

Schon im Februar 1945 hatten sich die Alliierten über die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen geeinigt. Das Rheinland fiel zusammen mit ganz Norddeutschland den Briten zu. Aber auch die Franzosen wurden als Besatzungsmacht anerkannt. Ein eigenes Territorium wurde nicht vorgegeben, Briten und Amerikaner sollten Teile ihrer Zonen abtreten. 
  
Am 12. Juni 1945 übernahmen die Briten Düsseldorf. Schon am 20. Juni wurde die Abtretung von Gebietsteilen wirksam: Die Briten gaben die südlichen Teile der alten Rheinprovinz, die Regierungsbezirke Koblenz und Trier, an Frankreich ab. Ein Jahr später wurden sie Bestandteil des neuen Landes Rheinland-Pfalz.
  
  
Zentrale Stahlhof

Die Briten siedelten ihre Führungsgremien nun in Düsseldorf an. Der unzerstörte Stahlhof wurde Quartier für die militärischen wie die zivilen Institutionen. Für Nordrhein und Westfalen wurden je 100 Köpfe starke Provinzialräte ins Leben gerufen. Der rheinische Provinzialrat trat bereits am 14. Dezember 1945 im Düsseldorfer Stahlhof zusammen, der westfälische am 6. Februar 1946 in Münster.

Im Düsseldorfer Stahlhof hatte damals nicht nur der militärische Befehlshaber sein Quartier, hier residierte auch der „Regional Commissioner“. Ab 1. Mai 1946 war das William Asbury, ein Mann, der wusste, was zu tun war: Asbury hatte sich Erfahrungen als Kommunalpolitiker in Sheffield erworben. Er war es, der bei der Bestimmung von Düsseldorf zur Landeshauptstadt wohl eine wichtige Rolle spielte. Jedenfalls stellten die Briten nun bald Überlegungen an zum weiteren Staatsaufbau. Franzosen und Sowjets waren dafür, das Ruhrgebiet als die deutsche Waffenschmiede zu internationalisieren. Doch die Pariser Außenministerkonferenz im Frühjahr 1946 brachte keine Einigung darüber. Da handelten die Briten.
   
   
„Operation Marriage“

Die Idee der Zusammenlegung der beiden traditionsreichen Provinzen Rheinland und Westfalen wurde geboren, Düsseldorf erstmals als künftige Hauptstadt benannt. Anfang Juni 1946 stimmte das britische Außenministerium diesen Vorstellungen zu. Zum 15. Juli wurden führende westdeutsche Politiker ins britische Hauptquartier nach Berlin beordert, dort von der bevorstehenden Vereinigung der beiden Provinzen unterrichtet. Zwei Tage später gab es eine Pressekonferenz in Berlin und am 18. Juli 1946 erfuhr dann die deutsche Öffentlichkeit über BBC London, daß die Zusammenlegung vorgesehen sei. Das weitere war Abwicklung: Per Direktive legte das Hauptquartier fest: Die „Operation Marriage“ findet am 1. August 1946 statt und lapidar dann: „Capital: Düsseldorf“.
   
   
Erler # 1, 3, 4, 5 
   
Erler # 6, 7, 8
  
Jahr 1946, „NORTH RHINE REGION“, 
Währung in Reichspfennig und Reichsmark.
Erler # 8. 9, 10, 11, 12
  
Alles nur Massenware, die in Solingen unter Deutscher Fiskalphilatelie
 schon zu Hunderten vorliegt!
  
  
  
Alles nur Massenware, die in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vorliegt!
  
  
Jahr 1947, „NORTH RHINE REGION“, 
Währung in Reichspfennig und Reichsmark
  
Im Erler Katalog sind diese Marken alle nicht gelistet!
 
Alles nur Massenware, alles bekannt und schon längst veröffentlicht!
Marken, die in der Fiskalphilatelie Deutschlands bereits zu Hunderten vorliegen!
  
  
 
Für das Jahr 1947 auch vorgefunden mit Aufdruck: 
„LAND NORDRHEIN / WESTFALEN“, 
Währung in „Reichsmark“.
 Erler # 35, 36, 37, 38
  
 Alles nur Massenware, die in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vorliegt!
   
   
Die Gerichtskostenmarken aus der Britischen Besatzungszone der “Westfalen Region“
  
 Jahr 1946, Überdruck „WESTPHALEN REGION“.
Währung 5 Reichsmark. 
Erler # 23
  
Jahr 1947, Überdruck, „WESTPHALEN REGION“ 

Die 20 Reichspfennig Marke mit dem Überdruck in rot, 
Schwert und Waage für Gerichtskostenmarke
und darunter „DM“ für Deutsche Mark!
  
 Alles nur Massenware, die in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vorliegt!
   
   
Die Gerichtskostenmarken aus den zusammengelegten britischen Besatzungszonen „Westfalen“ und „Nordrhein“ durch die Operation Marriage
  
 Jahr 1948, Überdruck „LAND NORDRHEIN WESTFALEN“,
alte Währung mit Überdruck der Gerichtswaage und DM bei der 3 + 5 RM.
Die 2 RM ist ohne violetten Handstempel geblieben!
Erler # 74, 75 mit violetten Handstempelaufdrucken!
Erler # 73 ohne violetten Handstempel!
im Erler unbekannt
   
Alles nur Massenware in der Fiskalphilatelie Deutschlands ..
 und in Solingen liegen die eh' schon schon zu Tausenden vor!
   
 
Jahr 1949, Überdruck „LAND NORDRHEIN WESTFALEN“,
Währung in Deutsche Pfennig und Deutsche Mark.
Erler # 84, 85, 88, 89
   
 Jahre 1950/1951, Überdruck = „Land Nordrhein- Westfalen“
   
Alles nur Massenware der Fiskalphilatelie Deutschlands;  und ganz zu schweigen von
Solingen, wo diese Exponate schon zu Tausenden vorliegen!
 Ist halt ganz wie bei Forbin, vor 106 Jahren gelistet, 
nur bis heute gabs die noch nirgendwo sonst zu sehen!
   
   
Die Gerichtskostenmarken aus der britischen Besatzungszone „Niedersachsen“
   
 Zur britischen Zone zählten die ehemaligen preußischen Provinzen Schleswig-Holstein, Hannover (später Niedersachsen) ohne das zum Landkreis Lüneburg gehörende Amt Neuhaus, Westfalen und nördliche Teile der Rheinprovinz (später Nordrhein-Westfalen), die Freie und Hansestadt Hamburg, die Freistaaten Lippe (1947 zu Nordrhein-Westfalen), Braunschweig ohne den Ostteil des Landkreises Blankenburg, Oldenburg und Schaumburg-Lippe (alle 1946 zu Niedersachsen) und zeitweise das heutige Bundesland Freie Hansestadt Bremen, jedoch mit Ausnahme der Stadt Bremen selbst.
  
Jahr 1949, Überdruck  „LAND NIEDERSACHSEN“,
Währung in „Deutsche Mark“.
Erler # 50
  
  Alles nur Massenware, die  in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vorliegt!
   
   
Die Gerichtskostenmarken aus der britischen Besatzungszone „Hamburg“
 
 Jahr 1946 + 1947, Überdruck „HANSESTADT HAMBURG“,
Währung in Reichsmark.
Erler 1946 # 59
Erler 1947 # 11 und 12
 die 12 im Erler = -- 
  Alles nur Massenware, die  in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vorliegt!
   
  
Die Gerichtskostenmarken aus der britischen Besatzungszone „Land Schleswig-Holstein“ und „Region Schleswig-Holstein“
   
 
Jahr 1946 + 1947, Schleswig Holstein Region,
Reichsmark Währung, Erler # 1 = --, # 5 = --, # 9, 
  
1948
  
 Marken aus dem Jahr 1947 mit dem Aufdruck „SCHLESWIG HOLSTEIN REGION“ 
und auch mit dem Aufdruck "LAND SCHLESWIG-HOLSTEIN"
und aus dem Jahr 1948 mit dem Aufdruck „LAND SCHLESWIG- HOLSTEIN“, 
die Währung bei allen noch in „Reichsmark“.
Erler 1947 # 7 = --, 12 = --, Erler 1948 # 22 = --,
      
Jahr 1948, Land Schleswig Holstein mit rotem Wappenstempel,
Währung in Reichsmark
 Erler # 24 = --, # 22 = --, 
  
1949, Land Schleswig- Holstein 3 DM
Lila Amtsgerichtstempel Uetersen
Erler # 48
   
 Alles nur Massenware, die in der Fiskalphilatelie Deutschlands
und insbesondere in Solingen schon zu Tausenden vorliegt!
  
   
Die Amerikanische Besatzungszone „Gross-Hessen“
    
Die Amerikanische Besatzungszone (oder auch Südostzone) war eine der vier Besatzungszonen, in die Deutschland von den alliierten Siegermächten im Juli 1945 eingeteilt wurde.

Die amerikanische Besatzungszone umfasste die ehemalige preußische Provinz Hessen-Nassau ohne den Landkreis Herrschaft Schmalkalden, mit dem Volksstaat Hessen zu „Großhessen“ fusioniert, die nördlichen Teile des Freistaates Baden und Württembergs, zu Württemberg-Baden fusioniert, und den Freistaat Bayern ohne die Rheinpfalz und den Landkreis Lindau. 

Ferner gab es in Berlin einen amerikanischen  Sektor neben den Sektoren Großbritanniens, Frankreichs und der Sowjetunion.
  
Gross-Hessen  

war die provisorische Bezeichnung für das 1945 neu gegründete Land Hessen. Das in der amerikanischen Besatzungszone gelegene Land wurde am 19. September 1945 durch die Proklamation Nr. 2 des Oberbefehlshabers der amerikanischen Streitkräfte in Europa, General Dwight D. Eisenhower, ins Leben gerufen. Das Staatsgrundgesetz des Staates Groß-Hessen, die erste Landesverfassung, wurde am 22. November 1945 erlassen. Es wurde am 1. Dezember 1946 durch die neue Verfassung des Landes Hessen aufgehoben. Seitdem wird das Land nur noch Hessen genannt.
   
Name

Das neue Land wurde aus den amerikanisch besetzten Gebietsteilen des Volksstaats Hessen und der preußischen Provinzen Kurhessen und Nassau gebildet. Kurhessen und Nassau waren am 1. April 1944 durch Teilung der seit 1868 bestehenden Provinz Hessen-Nassau entstanden. Der Name Groß-Hessen bezog sich auf den Umstand, dass das neue Landesgebiet damit die Territorien (fast) aller früheren hessischen Teilstaaten in einem Land vereinte.

Die bisherige Provinz Hessen-Nassau setzte sich nämlich aus den Territorien von fünf früher selbständigen Staaten zusammen: nämlich des Kurfürstentums Hessen (Kassel), des Herzogtums Nassau (Wiesbaden), der Landgrafschaft Hessen-Homburg, des Fürstentums Waldeck und der Freien Stadt Frankfurt.

Die Staaten, die Hessen im Namen trugen, waren Nachfolgestaaten der 1567 aufgeteilten Landgrafschaft Hessen, die ihren Ursprung im Norden des heutigen Bundeslandes hatte. Obwohl sich der Begriff Hessen also historisch eher auf den nördlichen (Niederhessen) und den mittleren Landesteil (Oberhessen) bezog und die Bewohner Südhessens landsmannschaftlich als Rheinfranken galten, wurde er aufgrund der territorialen Geschichte nun für das ganze neue Land gewählt.
     
Abgetrennte Gebiete

Zwei bedeutende Teile der Vorgängerterritorien gehörten nicht zur amerikanischen, sondern zur französischen Besatzungszone und wurden vom neu gegründeten Land abgetrennt:

Der westliche Teil von Nassau (der spätere Regierungsbezirk Montabaur), der Teile des Hintertaunus, des Westerwalds und den Unterlauf der Lahn, jedoch keine größeren Städte umfasste, sowie die bisher volkshessische Provinz Rheinhessen, mit Ausnahme der sechs rechtsrheinischen Stadtteile der Provinzhauptstadt Mainz und des Wormser Stadtteils Rosengarten, die bei Hessen verblieben. 

Die beiden genannten Territorien gingen statt dessen in das auf dem Gebiet der französischen Zone gegründete Bundesland Rheinland-Pfalz ein, Mainz wurde dessen landsmannschaftlich neutrale (weder rheinisch noch pfälzisch) Landeshauptstadt. 

Die zum Landkreis Bergstraße gehörende hessische Exklave Bad Wimpfen wurde in der Proklamation vom 19. September 1945 nicht erwähnt. Am 26. November 1945 erging eine Verfügung der Militärbehörden, dass die Gemeinde künftig dem Landkreis Sinsheim zugeschlagen wurde. Die örtlichen Behörden interpretierten diese Verfügung so, dass die Gemeinde damit auch staatsrechtlich ein Teil von Württemberg-Baden sei. 
Aufgrund von Widerständen in der Bevölkerung fand am 29. April 1951 eine Volksabstimmung statt, aufgrund derer die Gemeinde ab 1. Mai 1952 zum Landkreis Heilbronn gehörte. Dabei ist es bis heute geblieben. Obwohl Bad Wimpfen de facto ein Teil Baden-Württembergs wurde und es keine Bestrebungen gibt, dies zu ändern, ist die staatsrechtliche Zugehörigkeit nicht endgültig festgestellt.

Der bereits 1944 von Hessen-Nassau abgetrennte Kreis Schmalkalden lag in der sowjetischen Besatzungszone und wurde Teil des von der dortigen Besatzungs- macht gegründeten Landes Thüringen.

Bereits 1932 war der hessen-nassauische Kreis Schaumburg an die Provinz Hannover übertragen worden. Er wurde deshalb 1946 Bestandteil des Bundeslandes Niedersachsen.
   
   
Der amerikanische Sektor
   
   
Die Gerichtskostenmarken aus der Amerikanischen Besatzungszone „Gross-Hessen“
  
Jahr 1946, Gerichts- Kosten- Marke „Gross-Hessen“
 in der Währung = Reichspfennig und Reichsmark
Erler # 5, 6, 7
    
 
Jahr 1947, Gerichts- Kosten- Marke Hessen, „Gross“ wurde durchbalkt,
Währung in „Reichspfennig“ und „Reichsmark“.
Erler # 16, 17, 18
   
 
 Jahr 1947, Gerichtskostenmarke Hessen, das „Gross-„ wurde durchbalkt!
Erler # 22, 23
  
 Jahr 1947, 2 x 4er Blocks mit @ 50 Reichspfennig Marken, Erler # 16. 
   
Alles nur Massenware, die in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Tausenden vorliegt!
  
   
Die Gerichtskostenmarken aus der Amerikanischen Besatzungs-Zone „Nord-Württemberg-Baden“
   
 
Gerichts- Kosten- Marke mit Aufdruck in schwarz: 
1946 und „NORD- WÜRTTEMBERG- BADEN“
Erler schreibt: diese Ausgabe hat ohne Überdruck bisher nicht vorgelegen!
  
Alles nur Massenware, sagen maßgebliche Vertreter der Fiskalphilatelie Deutschlands,
 in Solingen liegen diese Stempelmarken schon zu Tausenden vor!
   
 
 Gerichts- Kosten- Marke 5 Rpf. mit Aufdruck in schwarz: 
„1946“ und „NORD- WÜRTTEMBERG- BADEN“. 
Dazu Überdrucke in rot „1948“ und „Deutsche Pfennig“.
Die Jahreszahl „1946“ und „NORD-“ rot durchbalkt, 
entwertet Amtsgericht Stuttgart 10. Jan. 1949
Erler # 1
   
 Alles nur Massenware, die in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Tausenden vorliegt!
   
 Gerichts- Kosten- Marke 5 RM mit Aufdruck in schwarz: 
„1946“ und „NORD- WÜRTTEMBERG- BADEN“. 
Dazu Überdrucke in rot „1948“ und „Deutsche Mark“, 
sowie „1946“ und „NORD-“ rot durchbalkt.
Erler # 10 
Verschiedene Aufdrucke haben nicht vorgelegen, ergo Erler nicht gelistet!
   
Alles nur Massenware, sagen maßgebliche Vertreter der Fiskalphilatelie Deutschlands,
 in Solingen liegen diese Stempelmarken schon zu Tausenden vor!
 
   

Traurig aber wahr:

 Den Anspruch eines „Unikates“, reklamieren die Solinger üblicherweise nur für sich selbst 
und für ihre eigenen Marken und Dokumente!

Wenn von dort, wo nix ist, auch nix kommt, ist mir das noch einigermaßen verständlich.

Aber nun so zu tun, als wenn unsere bis dato reklamierten Unikate schon zu Tausenden in Solingen rumlägen, dass erinnert dann doch etwas an Größenwahn! 

Wir finden unbekannte Revenues auf,  stellen diese hier ein und machen sie damit auch allen anderen Freunden der Fiskalphilatelie bekannt.

Falls diese tatsächlich in Solingen schon zu Hunderten rumliegen, dann fordere ich Euch auf, 
endlich mal Farbe zu bekennen und diese endlich aufzuzeigen!

 Nicht immer nur groß tönen, auch mal was tun!

Ihr habt 6 Jahre Winterschlaf gehalten, es wird Zeit, diesen jetzt zu beenden, oder Eure Posten zu räumen!

 
   
   
  Die Gerichtskostenmarken aus der Amerikanischen Besatzungszone „Württemberg-Baden“
   
Gerichts-Kosten-Marke aus „WÜRTTEMBERG- BADEN“ von 1948, 
Währung beide in „Dpf.“ für Deutsche Pfennig. 
Erler listet diese Ausgabe erst gar nicht, bemerkt dazu: 
Diese Ausgabe hat ohne Überdruck bisher nicht vorgelegen!
  
Alles nur Massenware, die in der Fiskalphilatelie Deutschlands schon zu Hunderten vorliegt!
  
 Württemberg-Baden 1948
20 DM. für Deutsche Mark 
  
Alles nur Massenware, die in der Fiskalphilatelie Deutschlands - aber insbesondere in Solingen - 
schon zu Hunderten vorliegt!

 


Teil 2 

 

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