Der aufgeklebte Gebühren-Impost von 1807
und weitere Gebührenscheine von 1800, 1810 und 1833 als Bögen


 



 

Preussen nahm von jedem Inländischen, sowie von dem Durchführenden ins Ausland gehenden Warenverkehr seinen Impost als sog. indirekte Steuer ein. 

Hier ein aufgeklebter Accise Schein von 1807, der aus einem Bogen von Accise-Scheinen herausgeschnitten wurde. 
Jener wurde zwecks Vorzeigens oder auch für den Nachweis des bereits geleisteten Impost aufbewahrt und danach zum Beweis der Steuerzahlung auf einen Rechnungsbeleg aufgeklebt!

 

 

Impost, (der) aus dem mittlern Lat. Impostus, von imponere.

Eine Auflage, Anlage, Aufschlag, die landesherrliche Anordnung eines Beytrages der Unterthanen zur Bestreitung gemeinschaftlicher Bedürfnisse, z. E. Steuer, Schatzung, Tribut, Zoll, Zinsen; eine jede von der Obrigkeit verordnete Auflage, besonders auf bewegliche Güter; Fr. Impôt, Ital. Imposta. Die Waaren mit vielen Imposten beschweren, d. i. Accise, Zoll u. s. f. 

Von Seiten der Unterthanen versteht man unter Impost die Abgaben an die Obrigkeit. 
 

Ob man zu der damaligen Zeit diesen Impost auch von der Steuer hat absetzen bzw. geltend machend können, entzieht sich meiner Kenntnis! 


 



Chausseegeld- Impost gedruckt auf einem Bogen Papier um 1800

 

 

 



Ein 3/4 Bogen Accise- Scheine und hier zweifarbig gedruckt.
Mit dieser Tintenschleife wurde versucht, alle zu entwerten.
Alle aus dem Ober- Accise- Disrict Oberndorf 1833. 
Pro Gebührenschein waren 30 Kreuzer zu bezahlen!

 


  



Für die Buchhaltung oder für den Fuhrmansbrief wurden solche bezahlten Gebührenscheine der Rechnung beigefügt und mit einem Kleiekleber aufgeklebt!

 

 



 

Auch diese Zoll und Accise- Marken wurden schon 1810 aus ganzen Papierbögen herausgeschnitten und wenn die zu bezahlende Accise höher als ein 1 Gulden Schein gewesen war, wurde dementsprechend mehrere Gebührenscheine herausgeschnitten oder wie hier einige abgeschnitten und sogleich entwertet! Hier kostete der staatlich zu bezahlende Impost insgesamt 13 Gulden!

  

Bedenkt man, daß die erste aufklebbare Briefmarke und der erste Briefmarkenbogen viel später, nämlich erst 1840 
erfunden wurden, und im Grunde vom Prinzip her nichts anderes sind, dann verliert dieses Datum viel von seinem Glorienschein!


  

In den ganzen Altdeutschen Staaten des heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation hat es solche Gebührenscheine überall auf ganzen Bögen gedruckt und mit zusätzlich einem eingeprägten Kontrollstempel gegeben, sei es als Zoll-, Accise-, Brücken-, Chaussee-, Pflaster-, Wegegeld- Scheine etc. und die Accise- bzw. die Akzise ist  als indirekte Steuereinnahme schon seit dem 12. Jahrhundert geschichtlich belegt!

 

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