Der Stempelpapier- Impost aus der Markgrafschaft Baden- Baden

 

Nach dem Tod von Markgraf Christoph I. von Baden im Jahre 1515 teilten seine drei Söhne Bernhard, Ernst und Philipp die Markgrafschaft unter sich auf; da Markgraf Philipp ohne männliche Erben starb, erfolgte nach seinem Tod 1533 eine erneute Teilung unter seinen beiden überlebenden Brüdern. 
Dadurch entstanden die (überwiegend katholische) sog. "Bernhardinische" Markgrafschaft Baden-Baden mit Residenz in Baden-Baden und später in Rastatt und die protestantische, sog. "ernestinische" Markgrafschaft Baden-Durlach mit Residenz in Durlach und später in Karlsruhe. 

Im Jahre 1714 schloss Karl Wilhelm von Baden-Durlach mit der Baden-Badener Linie einen Vertrag, dass die beiden Linien wiedervereinigt werden sollten, falls eine von ihnen aussterben würde. 

Die Wiedervereinigung geschah dann im Jahre 1771 nachdem Markgraf August Georg Simpert von Baden keine männlichen Nachfahren hinterlassen hatte. 

 

Herrscher und Regierungen der Markgrafschaft Baden-Baden: 

Bernhard III. von Baden, Markgraf 1515 bis 1536 
Regentschaft 1536 bis 1554, Vormundschaftsregierung 
Philibert von Baden, Markgraf 1554 bis 1569 
Philipp II. von Baden, Markgraf 1569 bis 1588 
Eduard Fortunat von Baden, Markgraf 1588 bis 1600
Sequestratur 1594/1600 bis 1622, Zwangsverwaltung durch Linie Baden - Durlach 
Wilhelm I. von Baden, Markgraf 1622 bis 1677 
Ludwig Wilhelm von Baden, Markgraf 1677 bis 1707 ("Türkenlouis") 
Sibylla Augusta, Regentin 1707 bis 1727, Vormundschaftsregierung 
Ludwig Georg Simpert von Baden, Markgraf 1727 bis 1761 
August Georg Simpert von Baden, Markgraf 1761 bis 1771 

 

 



1767: Nr. 1 über 3 Kreuzer

 Diese Gebührenstempel sind im Erler Katalog nicht gelistet!

 

 



1767: Nr. 3 über 15 Kreuzer 

Diese Ausgabe ist im Erler Katalog nicht erwähnt
weil darin nur ein Teilgebiet von Baden gelistet wurde!


 

 

 

Quelle: Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig,
Papierhistorische Sammlungen =  I – 377

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