Unbekannter Stempelpapier- Impost aufgefunden 
aus Braunschweig Wolfenbüttel und 
Braunschweig- Lüneburg-Calenberg 

 
 

1744, hier zu Braunschweig- Wolfenbüttel 

Brief auf Stempelpapier von Wolfenbüttel nach Braunschweig. 
In der Erbsache Alberti sind in­zwischen 50 Taler an die Antragstellerin Sophie Marie Hecht zu zahlen.

Dem Ehrbaren und Hochgelahrten, unserm günstigen guten Freunde, August Friederich von Damm Hofgerichts As­sessori und Syndico zu Braunschweig als Albertischen Testaments executori zu Braunschweig

 

 

Text: 

Unser freundlichen Dienst zuvor, Ehrbarer und Hochgelahrter, günstiger guter Freund! Demnach in Sachen Hecht gegen Alberti auf der Sophien Marias Hechts Supplicirung an euch ge­genwärtiges Mandatum de exsolvendo erkannt ist: so habet ihr ged. Supplitantin Fünfzig Thlr. provisionaliter von denen vorrähtigen Zinsen annoch vor Ostern gegen Quitung auszu­zahlen. Wir sind euch zu freundlichen Diensten geneigt. 

Wolffenbüttel, den 23ten Marz 1744. 

Fürstl. Braunschweig Lüneburgischer Vice Canzler und Rähte 

GLvKlinckowström

 
 



Wolffenbüttel 1744

 

 
 

Links der aufsteigende Braunschweigische Löwe 
im Gebührenwertstempel über 2 Groschen
rechts der Herrscher- Monogramm- Stempel mit = C
für Carl (Karl) dem ersten

 



Karl I. (* 1. August 1713 in Braunschweig; † 26. März 1780 ebenda), 
Herzog zu Braunschweig-Lüneburg 
war von 1735 bis zu seinem Tode Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Im Jahre 1753 verlegte er seine Residenz von Wolfenbüttel nach Braunschweig in das Braunschweiger Schloss.

  
Wasserzeichen im Papier: eine stilisierte Frauenfigur

 

 




1711, Braunschweig- Lüneburg- Calenberg

 

Kabinett-Schnörkelbrief auf 4 Pfennig Stempel­papier von Hannover nach Hohnstedt mit der Anweisung für Calefeld einen tüchtigen Schulmeister anzustellen, welcher zugleich auch die Orgel spielen können muß. 

Unterschrift: Eberhard, Abt zu Lockum. 

Dem Ehrwürdigem Hochgelahrten unserm günstigen gutem Freun­de,
Herrn Johann Georg Leschen, Superintendenten
zu Hohnstedt
 

 

Text: 

Unsere freundliche Dienste zuvor, Ehrwürdiger Hochgelahrter günstiger guter Freund. Aus Coprylichem Anschlusse ersehet ihr meherem inhalts, was der Pre­diger zu Calefeldt Herr Hartung am 22 Jul. zur Beschwerde über­geben; Begehren demnach an statt unseres gnädigsten Churfür­sten und Herrn Durchl. wir hiemit, Ihr wollet verfügen, daß daselbst ein tüchtiger Schul­meister welcher zu gleich die Or­gel spielen könne, Bestellet werde, womit Pastor und die Ge­ 
meind friedlich seyn können, und falß ihr, dem Varmeldpn nach, vor einigen Jahren dem jetzigen Organisten, in Betracht seines schlechten Salarii, auff den jetzo vacirenden Schuldienst eine schriftliche Bestallung und Confirma­tion ertheilet, und zu sol­chem Schuldienst einmahl tüchtig erkandt haben soltet, so sehen wir nicht,wie ihr jetzo demsel­ben solchen Dienst versagen könnt: und sind Euch zu freund­lichen Diensten geneigt. 

Hanno­ver den 24. July 1711.

Churfürstl. Braunschwg.Lünebg. 
Consistorial und Kirchen Rähte. 

Eberhard Abt Lockum Mg.


 

 

Hannover 1711

 

 



links der Gebührenwertstempel über 4 Pfennig,
rechts der Herrscher- Monogramm- Stempel mit = GLC
für Georg Ludwig von Calenberg 

Der Stempel ist bis dato ein Unikat!

 

 

Georg I. Ludwig (engl. George Louis; * 28. Mai/7. Juni 1660 in Hannover; † 11./22. Juni 1727 in Osnabrück)
war seit 1698 Herzog von Braunschweig-Lüneburg (Calenberg) 
und von 1714 bis zu seinem Tod König von Großbritannien und Irland. 

Darüber hinaus war er als Reichsfürst Erzbannerträger (später Erzschatzmeister) und Kurfürst des Heiligen Römischen Reichs.

Georg Ludwig wurde evangelisch-lutherisch erzogen, was wesentlich zu seiner Berufung auf den britischen Thron beitrug. 1714, nach dem Tod von Queen Anne ging es im britischen Königreich vor allem darum, einen geeigneten, blutsverwandten Thronfolger zu finden, um so den Anspruch der römisch-katholischen Stuarts abzuwenden.

 


Wasserzeichen im Papier: ein Posthorn

 
 

Quelle: Wikipedia freie Enzyklopädie 

 

www.stempelpapier.de