Nicht häufig spiegeln Stempelpapiere den Lauf der Geschichte so deutlich
wie hier der Stempelpapier- Impost aus Brandenburg-Bayreuth

 

Napoleon hat bei den Besetzungen preussischer Gebiete, 
wie z. B. in Brandenburg Bayreuth alles beim alten belassen!


   

Obwohl das Fürstentum Kulmbach/Bayreuth (Brandenburg- Bayreuth) mehrfach in Personalunion mit dem Fürstentum Ansbach (Brandenburg- Ansbach) regiert wurde (1495 - 1515, 1557 - 1603 und 1769 - 1791), blieb es bis zum Ende des alten Reiches ein staatsrechtlich eigenständiges Territorium.  

Mit dem Fürstentum Ansbach wurde das Fürstentum Kulmbach/Bayreuth 1791 an den preußischen Staat angegliedert und mit diesem zusammen als Ansbach-Bayreuth (Brandenburg Ansbach- Bayreuth) zunächst von Karl August von Hardenberg gemeinsam verwaltet. 

Während des vierten Koalitionskrieg wurde das Fürstentum Bayreuth (Kulmbach-Bayreuth) bereits im Herbst 1806 von französischen Truppen besetzt.  

Nach der vernichtenden Niederlage Preußens musste es 1807 im Frieden von Tilsit an das französische Kaiserreich abgetreten werden. 

Unter Beibehaltung der preußischen Verwaltungsstrukturen wurde es zunächst einer französischen Militärverwaltung unterstellt.  

Der französische Kaiser Napoleon betrachtete das Fürstentum dabei aber lediglich als pays reservés, 
als ein Gebiet also, das er sich für zukünftige Tauschhandlungen in Reserve hielt. 

(Es wurde abgeschöpft wie eine Staatsdomäne in Napoleons Eigenbesitz!) 

Bereits 1808 bot er es auf dem Erfurter Fürstenkongress dem Königreich Bayern zum Preis von 25 Millionen, später dann 15 Millionen Francs an.  

Zunächst zögernd, zahlte das Königreich 1810 dann aber doch die geforderte Summe. 

Mit der am 30. Juni des gleichen Jahres erfolgten Inbesitznahme durch Bayern endete schließlich die Existenz des Fürstentums Bayreuth.

 

 



Theilungs- Rezess, Bayreuth 1803, hier noch von Preussen verwaltet!

 



FRW = Friedrich Wilhelm Rex


 


FÜNFZEHN KREUZER RHL: = Rheinische Währung

 





gesiegelt Baireuth 1803


 




Ein Theilungs- Rezess 1808, aber nun unter französischer Verwaltung


 



Aufbrauchpapiere mit den Hoheitsinitialien vom preuss. König = FRW


 



Gebührenwert immer noch 
FVNFZEHN KREVZER RHL:
und auch die Rheinische Währung wurde beibehalten!


 

 

gesiegelt zu Baireuth 1808

 



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